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25. 10. 2008 - Österreich ist seit 10 Jahren Pelztierfarm-frei!
 

Nach einer spektakulären Be-setzung des Büros des NÖ Landes-hauptmanns Pröll wurde 1998 die Schließung der letzten Pelzfarm beschlossen:
Im Februar 1998 startete eine der bislang wohl erfolgreichsten Kampagnen des seit 20 Jahren im Tierschutz tätigen Tierarztes Dr. Franz-Joseph Plank: Der Gründer und damalige Geschäftsführer des "Verein gegen Tierfabriken" (heute Obmann von ANIMAL SPIRIT) hatte damals mit 18 Aktivisten das Büro des niederöster-reichischen Landeshauptmanns Dr. Erwin Pröll besetzt und das bis dahin Unmögliche möglich gemacht:

Ein zuvor mehrfach verweigerter persönlicher Termin beim Landeshauptmann und die Übergabe von 35.000 gesammelten Protest-Unterschriften, die letztlich zu einem Verbot der Pelztierhaltung in Österreich führten.

Der öffentliche und politische Druck war letztendlich zu groß, sodaß auch der damalige, für den Tierschutz zuständige, SPÖ-Landesrat Wagner schließlich nachgab und die Schließung der letzten Pelzfarm beantragte. Und der ÖVP-dominierte Landtag hat daraufhin einstimmig die Schließung der letzten Nerzfabrik in Niederösterreich beschlossen.

Einige Monate später wurde somit die letzte österreichische Pelztierfabrik mit 5.000 Nerzen des Herrn Günter Pfeiffer in Heidenreichstein endgültig geschlossen. Und im November 1998 wurde dann in Österreich - als erstem Land der Welt - ein grundsätzliches Verbot für die Haltung von Tieren zur Pelzgewinnung erlassen! Dieses Pelzfarmverbot vor 10 Jahren könnte man heute durchaus als ein historisches Ereignis bezeichnen, war es doch das erste grundsätzliche Verbot von kommerzieller Tierausbeutung in Österreich gegen eine - wenn auch kleine - davon profitierende Lobby. Dieses Verbot hatte dann auch Auswirkungen im Ausland und so wurde im britischen Parlament das österreichische Pelzfarmverbot diskutiert und letztendlich ein ähnliches Verbot erlassen. Seitdem sind mehrere andere Ländern unserem Beispiel gefolgt.

Pelze - Grausam wie eh und je !

Trotz dieser richtungweisenden legistischen Tierhaltungsverbote versucht die Pelzindustrie jedes Jahr wieder, mit einem aber-witzigen Werbeaufwand ihr an-gekratztes Image in der Öffent-lichkeit neu aufzupolieren. Mit als Artikel getarnten Anzeigen und Hochglanzbroschüren versuchen die Kürschner mit Schönfärberei und geharnischten Lügen, dem Zeitgeist einen kulturellen Rück-schritt zu verpassen.

Denn egal, ob 15 Füchse oder 70 Nerze, die für jeweils einen Pelzmantel sterben müssen: Sie alle leiden lebenslang in ihren winzigen Gitterkäfigen oder verenden qualvoll in den Fangeisen - lediglich zur Befriedigung einer einzigen menschlichen Eitelkeit!

Ca. 80 Millionen Tiere sterben im dritten Jahrtausend noch immer Jahr für Jahr nur aus dem einen Grund, um als Bekleidungsstück zu enden - nach unsagbarem Martyrium in den "Pelztier"-Farmen. Die ethische Moral wird weiterhin völlig außer Acht gelassen, was zählt ist einzig und allein der Profit. Im Jahr 2008 wurden weltweit offiziell noch immer allein 52 Millionen Nerze in Pelzfarmen getötet; 2007 waren es sogar fast 58 Millionen Nerze (China hat im letzten Jahr seine "Produktion" von 20 auf 15 Millionen Nerze reduziert).

Seit nunmehr 10 Jahren stammen also 100 % der in Österreich verarbeiteten Pelze aus dem Ausland, aus Ländern wo Tierschutz meist ein Fremdwort ist. Dort werden Wildtiere, die in Freiheit ein Gebiet von mehreren Quadrat-kilometern zur Verfügung hätten, in den "Pelzfarmen" ihr kurzes Leben lang in winzigen Käfigen, auf dünnen, ab-genützten Drahtgitterböden gehalten. Permanenter Streß, Panikreaktionen, ja sogar gegenseitige Verstümmelung sind nur einige der Folgen. Gerade in diesen Tagen findet dort wieder das große Morden an unschuldigen Opfern der menschlichen Eitelkeit statt: das alljährliche "Pelzen", beschönigender Ausdruck für das Abschlachten un-zähliger, eigens für die Pelzindustrie gezüchteter Tiere; üblicherweise ge-schieht das per Giftspritze, Strom-schlag, Genickbruch oder einfach durch Vergasen.

Wann kommt endlich ein Importverbot für grausame Pelzprodukte?

Es bleibt zu hoffen, daß wenigstens die nächsten 10 Jahre dafür genützt werden, daß hierzulande und EU-weit auch der Import und Handel mit Pelzprodukten verboten wird. Denn der damalige Einsatz und große Erfolg der österreichischen Tierschützer soll nicht umsonst gewesen sein!

Dr. Franz-Joseph Plank

 

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