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24. April 2010: Internationaler Welttierversuchstag

Tierversuche gehören endlich abge-schafft - das fordern Tierschützer weltweit seit 1962, als dieser Tag für Versuchstiere zum ersten Mal be-gangen wurde, nur die Politik reagiert nicht. So steigt die Zahl der "ver-brauchten" Versuchstiere jedes Jahr kontinuierlich an, in der EU sterben jährlich 12 Millionen Tiere, allein in Österreich 170.000; das sind - Tag und Nacht - alle 3 Minuten ein leidensfähiges Tier, dem bei lebendigem Leib giftige Substanzen oder schmerzhafte Eingriffe zugeführt wurden: 

Ratten, Mäuse, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster, Hunde, Katzen, Affen, Schafe, Rinder, Pferde, Schweine, Fische, Hühner und Tauben – kaum ein Tier, welches von den grausamen Versuchen verschont bleibt.

Die Schweineversuche letzten Januar in Tirol, bei denen Schweine lebendig im Schnee vergraben worden waren, um damit angeblich das Sterben in einer Lawine besser untersuchen zu können (was auch renommierte Wissenschaftler für absurd erklärt hatten), haben einen Aufschrei der Empörung in der Bevölkerung ausgelöst, sind aber nur eine bekannte Spitze des Eisbergs. Die grausamen Versuche waren nur durch Zufall bekannt geworden; der Großteil der Tierversuche findet im Verborgenen, hinter dicken Mauern (auch des Schweigens) der Hochsicherheitstrakte der Pharma- und Kosmetikindustrie statt, damit die Schreie der "modernen Sklaven" nicht nach außen dringen können.

Damit muß endlich Schluß sein. Denn Tierversuche werden nicht zum Wohle des Menschen gemacht, sondern weil einflußreiche Interessensgruppen aus Pharma-, Kosmetik- und Tierversuchsindustrie damit enorme Profite lukrieren. Und weil ein Großteil der Forschungsgelder aus unseren Steuern - verteilt von "unseren" Politikern - noch immer in Tierversuche fließt anstatt in geeignete Alternativmethoden, die durchaus vorhanden wären.

Mit der Verabschiedung von REACH im Dezenber 2006, einer EU-Verordnung zur Evaluierung von chemischen Substanzen, werden in den nächsten 10 Jahren noch weitere zig Millionen Tierversuche hinzukommen. Dabei lassen sich die Ergebnisse aus Tierversuchen keinesfalls direkt auf den Menschen übertragen, wie bereits der Contergan-Skandal in den 50er-Jahren gezeigt hat. Dazu die Tierärztin Dr. Corina Gericke von "Ärzte gegen Tierversuche": "Da Tiere die meisten menschlichen Krankheiten nicht bekommen, werden sie künstlich krank gemacht. Diese sogenannten Tiermodelle haben jedoch außer einigen Symptomen nichts mit den komplexen Krankheiten des Menschen gemein. Die Ursachen hierfür sind vielfach in der Lebensweise und umweltbedingten Auslösern zu suchen. Diese Faktoren werden bei der tierexperimentellen Forschung jedoch nicht berücksichtigt".

Alternativen zu Tierversuchen gäbe es jedenfalls genug: Die deutsche Ärztevereinigung fordert einen sofortigen Umstieg auf tierversuchsfreie Forschungsmethoden z.B. mit Zellkulturen, Mikrochips sowie klinische und epidemiologische Forschung. Diese seien nicht nur ethisch unbedenklich, sondern auch die einzige Möglichkeit in Medizin und Forschung zu relevanten Ergebnissen zu gelangen. Unterstützen Sie daher auch Sie zum morgigen "Tag zur Abschaffung von Tierversuchen" die Aktionen der deutschen "Ärzte gegen Tierversuche" oder der österreichischen "Tierversuchsgegner".

Vielen Dank,

Dr. Franz-Joseph Plank

 

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