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Artenschutzkonferenz: Österreich für eine Herunterstufung des Elefantenschutzes

Grüner Antrag im morgigen Umweltausschuß fordert höchsten Schutzstatus

Wien (APA-OTS) - "Auf der der-zeitigen Konferenz des Washingtoner Artenschutzübereinkommens in Doha, Katar (13.-26. März 2010) wird von den afrikanischen Ländern Tansania und Sambia beantragt, den höchsten Schutzstatus für Elefanten aufzu-heben (Herunterstufung von Anhang I in Anhang II). Der dahinterliegende Grund ist, 89 Tonnen (Tansania) bzw. 21 Tonnen (Sambia) Elfenbein ver-kaufen zu können", warnt die Um-weltsprecherin der Grünen, Christiane Brunner.

Naturschutzorganisationen und WissenschaftlerInnen warnen bereits seit langem, trotzdem wollen einige Staaten in der EU, allen voran die österreichische Delegation, die Herunterstufung der Elefantenpopulationen durchsetzen und damit zukünftigen Elfenbeinverkäufen den Weg ebnen. Die Grünen fordern von "Artenschutz-Minister" Berlakovich, die beantragte Herunterstufung der Elefantenbestände von Anhang I in Anhang II unmißverständlich abzulehnen und sich auf EU-Ebene aktiv für einen konsequenten Schutz der Elefanten einzusetzen. "Es hängt viel davon ab, welche Position Österreich im Rahmen der EU einnimmt. Wir werben daher um die Zustimmung zu unserem Antrag bei allen im Parlament vertretenen Parteien", betont Brunner.

Brunner betont, daß bei Tansania und Sambia gravierende Punkte gegen eine Lockerung des Elefantenschutzes sprechen. Bei Tansania wurde die Elefantenpopulation in den letzten drei Jahren um 34.000 Tiere dezimiert. Wilderei und Elfenbeinschmuggel sind völlig außer Kontrolle: Von allen afrikanischen Ländern ist Tansania am stärksten in den illegalen Handel mit dem "weißen Gold" verwickelt. Im Jahr 2009 wurden mindestens 11 Tonnen illegales Elfenbein aus Tansania in anderen Staaten beschlagnahmt. Den von CITES geforderten Nachweis, daß das zum Verkauf stehende Elfenbein aus legaler Quelle stammt (z.B. aus natürlicher Mortalität), kann die Regierung nicht erbringen: Angeblich sei im Mai 2009 ein Großteil der Dokumente, die die Herkunft der Stoßzähne belegen sollten, verbrannt.

Bei Sambia ist die Elefantenpopulation von 160.000 Tieren (IUCN African Elephant Specialist Group, 1981) auf 26.000 Tiere zurück gegangen, ein Verlust von 84%. "Damit sind die Kriterien für die Listung in CITES eindeutig erfüllt", so Brunner. Sambia sei sowohl Transitland als auch Ursprung großer Mengen illegal exportierten Elfenbeins, Ursache hierfür sei organisierte Kriminalität. Den von CITES geforderten Nachweis, daß das zum Verkauf stehende Elfenbein aus legaler Quelle stammen muß (z.B. aus natürlicher Mortalität), könne die Regierung nicht erbringen: Ein Teil der Dokumente, die die Herkunft der Stoßzähne belegen sollten, fehle oder enthalte falsche Informationen.


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   Tel.: +43-1 40110-6697
   mailto:presse@gruene.at

 

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