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ECEAE beschuldigt europäische Minister, die Öffentlichkeit über das Tierversuchs-Gesetz zu täuschen

London (ots/PRNewswire): Die ECEAE (European Coalition to End Animal Experiments - Europäische Koalition zur Beendigung von Tierversuchen), eine Koalition von Tierschutzver-bänden aus der gesamten EU, beschuldigt heute die Minister der Europäischen Union, die Öffentlichkeit über ein neues Gesetz zu Tierver-suchen vorsätzlich zu täuschen. Das derzeit gültige Gesetz, Direktive 86/609, wird gerade überarbeitet.

Der EU-Ministerrat hat mehrere unwahre Behauptungen aufge-stellt:

- "Tierversuche werden wo immer möglich durch andere Verfahren ersetzt, um die Anzahl der Versuche und das Leiden der Tiere so gering wie möglich zu halten." Das ist nichts Neues - es ist bereits gesetzlich vor-geschrieben. Noch schlimmer ist, daß das neue Gesetz Tierversuche er-laubt, auch wenn es angemessene alternative Verfahren gibt, falls diese Verfahren nicht in der europäischen Gesetzgebung aufgelistet sind.

Nach EU-Statistiken würde dies auf 78 % aller Versuche (einschließlich der Grund-lagenforschung) zutreffen.

- "Der Einsatz von Primaten wird scharf reguliert." Das ist nicht wahr. Obwohl es Restriktionen für die Verwendung von Menschenaffen gibt, können Forscher für die Untersuchung relativ ungefährlicher menschlicher Gesundheitsprobleme und in der Grundlagenforschung andere Primaten verwenden, ohne daß diese besonders geschützt wären.

- "Es dürfen nur Nachkommen von in Gefangenschaft gehaltenen Primaten oder von autarken, überlebensfähigen Kolonien in der Wildnis verwendet werden." Das ist nicht wahr; es ist höchstens ein langfristiges Bestreben und abhängig von der Nachfrage durch die Forschungsinstitute.

- Behauptungen, daß die neue Direktive ein Schritt auf das ultimative Ziel zu ist, alle Tierversuche wo wissenschaftlich möglich durch andere Verfahren zu ersetzen, sind unaufrichtig: Im Ministerrat gibt es keinerlei Mechanismen, die das Erreichen dieses Zieles wahrscheinlich machen. Die Minister haben alle Forderungen nach Zielvorgaben und regelmäßigen Überprüfungen, die die öffentliche Meinung und Fortschritte in der Wissenschaft reflektieren, zurückgewiesen.

Trotz aller Rhetorik bleibt die Tatsache bestehen, daß Tiere auch weiterhin in großer Anzahl und aus Gründen, die nichts mit der Erforschung von Heilmethoden für Krankheiten zu tun haben - wie "Sicherheitstests" für Gebrauchsartikel und aus wissenschaftlicher Neugier - Versuchsobjekte bleiben werden.

Michelle Thew, Geschäftsführer von ECEAE, dazu: "Die Rhetorik stimmt einfach nicht mit der Wirklichkeit überein. Es besteht ein riesiger Unterschied zwischen dem vom Europarat vermittelten Eindruck, was geschehen wird, und der Realität für Millionen von Tieren, die auch weiterhin in europäischen Labors leiden und sterben werden. Wir sind tief enttäuscht, daß eine Gelegenheit, das Wohlergehen von Tieren zu verbessern und Tierversuchen stärkere Einschränkungen aufzuerlegen, vergeudet wurde. Diese Schlacht geht nun wieder zurück an das Europäische Parlament".

Kontakt: Sarah Kite unter sarah.kite@buav.org oder +44-(0)207-700-4888
www.eceae.org/

 

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