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28. 05. 2011 - APA-OTS: ANIMAL SPIRIT warnt vor Erregern aus der Intensivtierhaltung!
 

EHEC-Bakterium sitzt auf Gurken, stammt aber aus Massentierhaltung

Heutige APA-Presseaussendung: 

Seit einigen Tagen geht im Nachbarland Deutschland die Angst um die „neue“ Seuche EHEC um, an der dort bis gestern bereits 6 Menschen gestorben sein sollen. Und seit gestern hat dieses Escherichia-coli-Bakterium auch Österreich erreicht, durch 2 Radfahrer, die dzt. mit blutigem Durchfall in einem oberösterr. Spital liegen. In den Medienberichten über die Fahndung nach der Herkunft der EHEC-Keime bleibt allerdings die eigentliche Quelle der Erreger unerwähnt. Dazu der Tierarzt und Obmann von ANIMAL SPIRIT, Dr. Franz-Joseph Plank: „Man müßte aber gerade die moderne Tier-„Produktion“ genau unter die Lupe nehmen, wenn man in Zukunft vermeiden will, daß immer neue Lebensmittelvergiftungen oder Seuchen die KonsumentInnen das Fürchten lehren. Das Übel muß endlich an der Wurzel gepackt werden!“


Intensivtierhaltung - die Wurzel allen Übels!

Heute wird den Tieren maximale „Leistung“ abverlangt. Doch je größer die Getreidemengen sind, die Wiederkäuer fressen müssen, um die gewünschte schnelle Mastzunahme oder Milchmenge zu liefern, desto anfälliger sind sie für pathogene Darmkeime wie EHEC, und je mehr Tiere dicht zusammen im Stall ohne Weidezugang gehalten werden, desto krankheitsanfälliger werden sie. „Damit sind sie von laufenden Antibiotika-Gaben regelrecht abhängig gemacht worden“, so Dr. Plank weiter.

„Aber erst durch den massiven Antibiotika-Einsatz in der heutigen Massentierhaltung bilden sich Resistenzen. Auch dieser E.-Coli-Typ – EHEC -, der zurzeit im Mittelpunkt steht, ist gegen etliche Antibiotika aus der Gruppe der Penicilline und Cephalosporine resistent. Der zurzeit ausgebrochene EHEC-Typ ist nur einer der gefährlichen Erreger von Lebensmittelvergiftern, unter denen die  Antibiotika-resistenten Krankheitskeime die bedenklichsten sind, denen eine hilflose Schulmedizin kaum noch wirksame Waffen entgegenhalten kann.“

Jedes Jahr infizieren sich in Deutschland und Österreich nachweislich Tausende von Menschen an Salmonellen, Campylobakter- und anderen Bakterien und leiden unter schweren Magen-Darm- und Kreislaufsymptomen. Die Dunkelziffer beträgt ein Vielfaches. Darunter sind einige Bakterien, die gegen mehrere Antibiotika resistent sind. Viele Patienten sterben – von  diesen Toten hört man jedoch selten. Die Krankheitskeime entstammen in der Regel Produkten aus Massentierhaltungen, denn ohne Antibiotika ist eine Massentierhaltung mit Tausenden zusammengepferchten Puten, Masthühnern, Enten, Kaninchen, Rindern oder Schweinen kaum denkbar. Auch der multiresistente Staphylokokkus Aureus (MRSA), der in Krankenhäusern große Probleme bereitet, ist in Tierfabriken weit verbreitet (etwa 50 % der Mastschweine und 8% der Mitarbeiter in großen Stallhaltungen sind Träger!).
 

Intensive Stallhaltungen -  Brutkessel für Krankheitskeime, darunter auch zahlreicher Zoonosen!

Die überzüchteten Tiere müssen weit über ihre naturgegebenen Möglichkeiten hinaus „Leistung“ erbringen, sie stehen aufgrund von nicht artgerechter Haltung unter Dauerstreß, werden nicht artgerecht ernährt, tragen vielfach Verletzungen, leben auf ihrem Kot. Eine Infektion verbreitet sich unter diesen Umständen explosionsartig aus. Nirgendwo sonst sind die Bedingungen so günstig, um zu aggressiveren Krankheitserregern zu mutieren.

Dr. Plank abschließend: „Der derzeitige EHEC-Ausbruch in Deutschland - und jetzt auch in Österreich – muß endlich als Teil eines Gesamtproblems gesehen werden! Auch wenn die momentane Medienhysterie alleine schon zu Bauchweh führen kann – der „Normalbürger“ fürchtet sich ja jetzt vor jeder Gurke, Tomate und Salatkopf –, anstatt daß von Politik und Wissenschaft endlich die wahren Ursachen aufgezeigt werden und somit die Menschen Produkte aus Tierfabriken meiden würden! In diesem Zusammenhang ist es mehr als tragisch, daß derzeit überall vor dem Verzehr von gesundem Gemüse gewarnt wird, ohne – wieder einmal - den wahren Ursachen aus der Intensivtierhaltung auch nur ein Wort zu widmen!“

 

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