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23. 03. 2011 - Blutige Geiselnahme hatte auch Tierschutz-Hintergründe
 

Geiselnahme Klosterneuburg: Auslöser Schulden, verwahrloste Pferdehaltung und drohende Versteigerung

Heutige APA-OTS-Aussendung:
Alfred Fuchs war nicht bereit, mit Behörden und Tierfreunden zu kooperieren

Bei der gestrigen Geiselnahme auf der Bezirkshauptmannschaft Wien-Umgebung in Klosterneuburg wurde ein Beamter lebensgefährlich ver-letzt, eine weibliche Geisel stunden-lang festgehalten und anschließend erschoß sich - laut Polizeibericht - der Täter aus Wolfsgraben selbst. Den genauen Tathergang kann man den diversen Medienberichten ent-nehmen.  


© KURIER: Verwahrloste Pferdehaltung des A. Fuchs

Was aber nicht bekannt sein dürfte ist die Tatsache, daß sich beim Täter Alfred Fuchs, Gestütbesitzer und Araberzüchter in Wolfsgraben, NÖ, bereits über einige Zeit enorme Schulden angehäuft hatten, der Hof praktisch schon der Bank gehörte und seine Pferde schwer vernachlässigt waren.

Aus diesem Grund war am 7. März 2011 auf seinem Hof eine gerichtliche Versteigerung anberaumt, um zumindest fünf der Pferde, die laut Gericht jedenfalls ihm gehörten, zu versteigern
(siehe auch www.animal-spirit.at/aktuell/verst_wolfsgraben.html).

Es waren damals mindestens ein Dutzend Tierfreunde gekommen, um wenigstens diese 5 Tiere zu retten, darunter auch ANIMAL SPIRIT-Obmann und Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank: "Wer allerdings nicht erschienen war und zudem den Hof verbarrikadiert hatte, war Herr Fuchs selber. Zudem fehlten die Papiere und ein Pferd, welches angeblich vorher verstorben war.

Der Gerichtsvollzieher und die versammelten Tierfreunde mußten daher unverrichteter Dinge wieder abziehen. Immerhin konnte in der Folge mit dem zuständigen Amtstierarzt, Dr. Holger Herbrüggen, vereinbart werden, daß fortan die verbliebenen 16 Pferde vom Tierschutzverein Gut Riedenhof versorgt würden und zudem stellte Dr. Herbrüggen eine Beschlagnahme der Tiere in Aussicht. Eine Zusammenarbeit mit dem Tierschutz - zum Wohle seiner eigenen Tiere - lehnte Herr Fuchs jedoch weiterhin ab. Im Gegenteil, er bedrohte eine Tierschützerin am
Telefon sogar damit, sie zu erschlagen ...".

Die Schulden, die drohende Versteigerung sowie die verordnete Zwangsvollstreckung in einem Verfahren wegen illegaler Baumaßnamen auf seinem Hof waren Herrn Fuchs offenbar über den Kopf gewachsen und so lief er gestern auf besagter BH in Klosterneuburg Amok. Dr. Plank weiter: "Wichtige  Fragen sind noch unbeantwortet: Erstens, wird der schwer verletzte Beamte überleben und zweitens, was geschieht mit den verbliebenen 15 Pferden? Der braune Araber-Zuchthengst "Pan" ist nämlich gestern noch vor dem Amoklauf ebenfalls spurlos verschwunden.

Und wie wird die Behörde in dem Fall weiter agieren?" Die Tierschutzvereine Gut Riedenhof und ANIMAL SPIRIT werden jedenfalls gemeinsam versuchen, sobald die behördlichen Schritte gesetzt wurden, Abnehmer bzw. gute Plätze für die verbliebenen Pferde zu finden. Notfalls könnten sie auch auf einem oder mehreren Gnadenhöfen unterkommen. Wer Interesse an einem der Pferde hat, bitte per email an Frau Evelyn Popp, Gut Riedenhof wenden: office@gnadenhof.info .

Vorerst werden aber zumindest die verbliebenen Pferde vorort weiter versorgt und auch tierärztlich behandelt.

Rückfragehinweis: ANIMAL SPIRIT, Dr. Franz-Joseph Plank,
Tel.: (+43) 0676 708 24 34

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal

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