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Gentechnik und Klonen = Extreme Grausamkeit an Tieren!

Quelle: Augsburger Allgemeine

Ein Raunen geht durch den Saal in der mit 350 Besuchern voll besetzten Aula der Verbandsschule Pfaffen-hausen. Gottfried Glöckner war bis vor ein paar Jahren Landwirt im hessischen Wölfersheim. Einige Jahre baute er auf Versuchsfeldern gentechnisch veränderten Mais an, sogenannten "Bt 176" der Firma Syngenta. Dieser ging komplett als Futter an seine Kühe. Und am Ende diese Bilder: Nelke und Lilie tot wie die anderen 65 Kühe. Marylin hat einen kompletten Euterdurchbruch erlitten. Kurz darauf verendet auch diese Kuh. Erfahrene Bauern im Saal können es kaum fassen, als sie das Bild von Marylin kurz vor ihrem Ableben sehen.

Die Botschaft an diesem Abend in Pfaffenhausen ist klar: Agrogentechnik ist unverantwortlich, der Verbraucherschutz wird von Behörden und Politik nicht beachtet.

Der Landwirt Hans Egger führt in den Abend ein. Er sprach die Sorgen an, die möglichen Risiken. Den bayerischen Bauern sei auf 800 Hektar gentechnisch verändertes Saatgut untergejubelt worden, was diese nicht haben wollten. Damit sprach Egger den aktuellen Fall an, daß auch im Unterallgäu einige Bauern ihren Mais vernichten mußten. Daß die Firma nun für den Schaden nicht aufkommen wolle, kritisierte Egger.
 

Viele gingen mit betroffenen Gesichtern nach Hause

Die Bauern gehe das Thema Agrogentechnik an, aber auch die Verbraucher. Er hoffe, daß alle am Ende „etwas g’scheiter“ nach Hause gehen. Viele gingen jedenfalls mit betroffenen Gesichtern heim.

Daß Agrogentechnik nichts mit konventioneller Züchtung zu tun habe, unterstrich Anja Sobczak vom Umweltinstitut München. Erbanlagen würden über Artgrenzen hinweg neu kombiniert – etwa so, als ob Salat und Ratte miteinander gekreuzt würden.

In sechs Ländern wird genveränderter Mais, Soja, Baumwolle und Raps eingesetzt, vor allem in Amerika. Anfangs mit gutem Erfolg: Der Einsatz von Pestiziden ließ sich verringern. Dieser Effekt hält aber nicht lange vor. Superunkräuter bildeten sich. Womöglich kann der Genmais in der zweiten und dritten Generation beim Menschen dazu führen, daß die Fruchtbarkeit deutlich sinkt. Dies ist aber nicht abschließend erforscht.

Sobczak sieht hinter allem eine Strategie der Industrie: Die Landwirtschaft soll von den Großkonzernen abhängig gemacht werden. Letztlich würden nur noch Terminator-Pflanzen verkauft werden, mit denen keine eigene Nachzucht von Saatgut mehr möglich ist. Für jede gentechnisch veränderte Pflanze wenden die Konzerne 80 bis 90 Millionen US-Dollar auf. Dieses Geld muß wieder hereinverdient werden. Ein Landwirt sagt später in der Diskussion: „Wer Gentechnik nicht hinterfragt, hat sich mit modernem Sklaventum der Bauern abgefunden.“ Noch kann die Gentechnik zumindest in Europa aufgehalten werden, sagte Sobczak. Allerdings stünden in Brüssel 16 Neuanmeldungen an.

Seine Erfahrungen mit einer Saatgutfirma beschrieb Glöckner, der aus Hessen angereist war. Es sei versucht worden, ihn mundtot zu machen. Ein Mähdrescher und Urlaubsfahrten seien ihm angeboten worden. Glöckner geht einen anderen Weg: Er klagt an. Er schilderte Fälle von Mißbildungen und Todesfällen bei Kälbern und Rindern, die er allein auf die Gentechnik zurückführt. Toxin habe sich im veränderten Mais angesammelt. Dies und geringere Aminosäurengehalt seien die Hauptursachen gewesen, daß er letztlich seinen Hof habe aufgeben müssen. Schaden: 500.000 Euro!

Glöckner machte Politik und Zulassungsbehörden verantwortlich. Den Fütterungsversuch der Technischen Universität München kritisierte er als verharmlosend. Kühe seien ausgetauscht worden, die Tiere hätten deutlich schlechter getragen. In der Aussprache forderte eine Besucherin ein Allgäu ohne Gentechnik. Der Bauernverband sollte aktiv werden. Die Bauern wollten gesunde Lebensmittel herstellen und keine „Bauchfüller“. Die Bauern jedenfalls wollen weiter kämpfen. Von Johann Stoll


Britische Nutztierschutz-Organisation CIWF protestiert in London gegen das Klonen

Compassion in World Farming (CIWF), eine Partner-Organisation von ANIMAL SPIRIT, hat letzte Woche mehr als 7000 Unterschriften gegen das Klonen von "Nutztieren" an den britischen Premierminister übergeben (siehe deren Newsletter).

Diese Unterschriften sollen Schwung für eine EU-Gesetzesinititive des Europäischen Parlaments bringen, welches letzten Monat für ein Verbot des Klonens von Tieren zum Zweck der Nahrungsmittelproduktion votiert hat.


Ist Klonen grausam?

Die CIWF-Kampagne gegen das Klonen weist auf die erheblichen Tierschutz-Probleme und Grausamkeiten hin, welche durch die selektive "Vermehrung" der sog. "Nutz"-Tiere entstehen. Das Klonen für die Nahrungsmittel-Produktion wird weithin als unakzeptabler Verursacher schwerer Leiden an Tieren anerkannt. Es ist die Spitze des Eisbergs der ohnehin schon üblichen grausamen Praxis der modernen, intensiven Tier-"Produktion" und Überzüchtung für immer noch mehr Fleisch und Milch. Das ist eine Praxis, welche selbst die europäische Behörde für Nahrungsmittelsicherheit als "den Hauptfaktor für schlechte Tierschutz-Standards bei Milchkühen" ansieht. Bei jenen Tieren, die den Prozeß überleben, muß das Klonen übermäßig und unnatürlich schnelles Wachstum und hohe Produktion garantieren. Das stellt somit noch eine weitere Technik dar, die dazu benützt wird, um die Tiere jenseits ihrer natürlichen physischen Grenzen zu stoßen. So sind z.B. die meisten Milchkühe derartig "ausgebrannt", daß sie bereits mit 5 Jahren vorzeitig geschlachtet werden.

CIWF ist überzeugt, daß die intensive Landwirtschaft bereits jetzt zu erheblichen Tierschutz-Problemen bei Kühen geführt hat und die extrem hohen, erzwungenen Milchleistungen vermehrte Lahmheiten und Unfruchtbarkeiten verursachen. Abgesehen von der jetzt schon hohen Sterblichkeitsrate der geklonten Tiere wird diese Praxis noch viel größere Gesundheitsprobleme bei den ausgebeuteten Tieren hervorrufen.

Das Europäische Parlament hat erst kürzlich für ein Verbot des Verkaufs von Fleisch und Milch von geklonten Tieren und deren Nachkommen gestimmt. CIWF fordert daher die britische Regierung und den Rest der EU auf, der Vorgabe des EU-Parlaments zu folgen und den Verkauf von Nahrungsmitteln von geklonten Tieren und deren Nachkommenschaft endgültig zu verbieten.

HIER geht es zur Unterzeichnung der (englischen) Petition "cloning=cruelty".

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Tel: +43 (0) 2774/29 330
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