Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

Aktuell
Der Verein "Animal Spirit"
Gerettete Tiere
Gerettete Tiere
Aussendungen/Kampagnen
Themen Tiere in Tierfabriken
Vegetarisch leben
Spenden und Patenschaften
Kontakt zu "Animal Spirit"
Links
Tierschutz im Unterricht
Startseite

Onlinespenden

Animal Spirit

Aktuell



Warum der Wald (nicht mehr) den Jägern alleine gehört
 

Da die Jägerszunft tlw. noch immer glaubt, der Wald samt den in ihm wohnenden Wildtieren gehöre ihr alleine und ihre bis zum beheizten Hochsitz fahrenden Geländeautos sowie ihr Herumgeballere störe die Tiere weniger als ein paar Spazier-gänger, Jogger oder Skitourengeher, kommt es immer wieder zu verbalen und tlw. sehr aggressiv geführten Auseinandersetzungen. Nur allzu oft können diese auch tödlich für ein harmloses Haustier enden ...

Eine typische Szene, gestern in den Niederösterreichischen Vor-alpen: Ein Schitourengeher mit Hund wird von einem Waldbesitzer und Jäger angehalten und ca. eine halbe Stunde lang (tlw. handgreiflich) am Weiterfahren gehindert, weil er am Forstweg auf "seinem" Grund und im Jagdgebiet unterwegs war.

Und das, obwohl hierzulande seit 1975 freies Wegerecht herrscht, also auch in Waldgebieten, die nicht Bundesforste, sondern Privatbesitz sind, Wege uneingeschränkt begangen werden dürfen. Generelle Leinenpflicht herrscht ebenfalls nicht, was aber Jäger - auch nach 35 Jahren - noch immer nicht zur Kenntnis nehmen (wollen).

Im "föderalistischen" Österreich gelten zwar noch immer 9 verschiedene Jagdgesetze, die allesamt vom seit 2005 geltenden und seit Jahrzehnten von ganzen Tierschützer-Generationen erstrittenen Bundes-Tierschutzgesetz ausgenommen sind. Dennoch herrscht in Österreichs Wäldern keine generelle Leinenpflicht, was aber gerade die Jäger selbst zumeist nicht wissen (wollen). So besagt z.B. § 64 des NÖ Jagdgesetzes in (2) b), daß "wildernde Hunde, sowie Hunde, die sich erkennbar der Einwirkung ihres Halters entzogen haben und außerhalb ihrer Rufweite im Jagdgebiet abseits öffentlicher Anlagen umherstreunen und Katzen, welche in einer Entfernung von mehr als 300 m von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden umherstreifen, zu töten" sind.

Das heißt aber mit anderen Worten, daß Hunde, die in der Nähe ihres Besitzers sind und auch folgen, durchaus frei laufen dürfen (überall sonst, z. B. im Ortsgebiet, ist es ja soundso schon praktisch ausnahmslos verboten). Jeder Hundehalter kann und muß daher selbst und eigenverantwortlich entscheiden, ob und wann er sein Tier im freien Gelände laufen lassen kann.

Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, ANIMAL SPIRIT

 

Allgemeines zu Jagd und Jägern (aus der deutschen jagdkritischen Seite www.pro-iure-animalis.de - zu mehr als 95% auch auf Österreich zutreffend):
 

  • Die Jägerprüfung kann heute in einem Schnellkurs innerhalb von 2-3 Wochen abgelegt werden. Mit dem bei der Jägerprüfung vermitteltem, einseitig und ideologisch gefärbtem Wissen, gern als "grünes Abitur" bezeichnet, würden die Prüflinge noch nicht einmal die Abiturprüfung in einem Biologie-Grundkurs bestehen.

  • Eine regelmäßige Überprüfung der Qualifikation findet nicht statt. Dies ist um so bedenklicher, da 95 % der Jäger Freizeit- und Hobbyjäger sind. Sie stellen einen Anteil von nur etwa 0,3 % der Bevölkerung Deutschlands dar.

  • Es wird behauptet, dass die Jagd nach den Grundsätzen "deutscher Waidgerechtigkeit" erfolgt. Allerdings kann niemand sagen, was man eigentlich unter "Waidgerechtigkeit" versteht. Eine rechtlich verbindliche Definition dieses Begriffes gibt es nicht und so legt ihn sich jeder Jäger nach eigenem Gusto aus.

  • Die Mär vom Heger und Pfleger ist für die Öffentlichkeit bestimmt. Tatsächlich ist die Freude am Töten das Hauptmotiv vieler Jäger, was am besten durch die Auslandsjagden demonstriert wird. So kostet bei Jagdreisen nach Südafrika beispielsweise der Abschuss eines Leoparden: 1.636 EUR, eines Luchses: 460 EUR  und einer Giraffe: 3.375 EUR. Töten zum Freizeitvergnügen - Dekadenz und Perversion in Vollendung!

  • Die Abschusszahlen einiger Wildarten werden exakt geplant und von den zuständigen Behörden eingefordert. Bemerkenswert hierbei ist allerdings, dass niemand genaue Bestandszahlen weiß, sondern diese hochgerechnet werden. Ein völlig anachronistisches Verfahren! Somit sind alle Aussagen über zu hohe/zu niedrige Populationen willkürliche Behauptungen.

Geschichte

Als Relikt aus diesem antiquierten Gesetz teilt die Jägerschaft die Tierwelt in drei Gruppen: Gruppe eins ist "Wild", d.h. jagdbare und essbare Arten wie Hirsch, Wildschwein etc.; Gruppe zwei ist "Raubwild", d.h. jagdbare Beutegreifer wie Fuchs, Wiesel etc. Diese Tiere werden in der Jägersprache "kurzgehalten", da sie als Konkurrenz gesehen werden; Gruppe drei ist "Raubzeug", d.h. Elstern, Eichelhäher, "wildernde" Hunde und Katzen, wenn sie mehr als 300 Meter vom nächsten Haus entfernt sind. Diese Tiere werden in der Jägersprache "bekämpft".

In Deutschland (sowie Österreich) gibt es immer noch die "Zwangsbejagung", d.h. jeder Besitzer eines großen Wald- oder Wiesengeländes muss es dulden, dass auf seinem Grundstück gejagt wird. Es ist völlig unerheblich, ob er strenger Jagdgegner und Tierschützer ist - die Jagd findet trotzdem statt, obwohl der Europäische Gerichtshof bereits 1999 feststellte, dass die Zwangsbejagung gegen die Menschenrechte verstößt und unzulässig ist.

Zahlen und Fakten (aus D):

Wußten Sie ...

  • ... dass durch den blutigen Krieg in Wald und Flur jedes Jahr über 5,5 Millionen Wildtiere (alle 6 Sekunden ein Tier!) umgebracht werden - oft grausam erschlagen, vergiftet, erschossen. Etwa die Hälfte der Tiere ist nicht sofort tot! Angeschossene Tiere leiden noch stunden- oder sogar tagelang Qualen, bis sie teilweise elendiglich sterben!

  • ... dass Schrotladungen die Hasen wie kleine Kinder aufschreien lassen und "Deformationsgeschosse" Rehen und Hirschen die Innereien zerfetzen, damit sie auf der Flucht Spuren für die "Nachsuche" hinterlassen?

  • ... dass unter anderem Tiere nach deutschem Recht gejagt werden dürfen, die auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten stehen? Allen voran der Feldhase. Was macht nun die Jägerschaft, um ausreichend Tiere vor die Flinte zu bekommen? Insbesondere Fasanen und Enten werden in Massentierhaltung nachgezüchtet, ausgesetzt und die halbzahmen Tiere dann nach rund vier Wochen abgeschossen!

  • ... dass durch massive Fütterungen die Wildschweinpopulation auf ein Vielfaches von der Jägerschaft gesteigert wurde, um höhere Abschusszahlen zu erreichen?

  • ... dass in Deutschland mit Fallen gejagt werden darf und Fallen Tieren oft einen stundenlangen Todeskampf bereiten?

  • ... dass in Naturschutzgebieten gleichfalls die Jagd erlaubt ist?

  • ... dass jedes Jahr auch ca. 300.000 Hauskatzen, ca. 35.000 Hunde sowie Ponies und Kühe auf der Weide, Zierenten, Minischweine u.ä. Opfer von Jägern werden?

  • ... dass jährlich in Deutschland zahlreiche Menschen durch Jäger und Jägerwaffen verletzt werden bzw. gar ums Leben kommen?

  • ... dass jährlich 1500-2000 Tonnen hochgiftigen Bleischrots verschossen werden? 1000 Tonnen Blei bleiben als Fehlschüsse gleichmäßig in Wald, Feld und Gewässer verteilt. Die letzten Seeadler verenden heute oft u.a. an Bleivergiftungen, verursacht durch das Aufnehmen von Aas.

  • ... dass nach den Bestimmungen des "Jagdgebrauchshundeverbandes" (JGHV) die Ausbildung von Jagdhunden in Deutschland in mehreren Bundesländern an der lebenden Ente vorgeschrieben ist. Das sieht folgendermaßen aus: Den Enten werden die Schwungfedern der Flügel gestutzt oder verklebt bzw. mit einer Manschette flugunfähig gemacht. Diese fluchtunfähigen Tiere werden dann im Schilf eines Sees oder Flusses ausgesetzt, von den Hunden aufs offene Wasser getrieben, wo sie sofort abgeknallt werden. Der Hund bringt das Tier ans Ufer, wo es schließlich im Mülleimer entsorgt wird. Man rechnet bei der Ausbildung mit 20 Enten pro Hund. Jährlich werden ca. 5000 Hunde ausgebildet, was rund 100.000 Entenmorden entspricht! Übrigens werden diese Hochflugbrutenten meist extra hierfür gezüchtet.

  • ... dass der "Härtenachweis" bei der Jagdhundeausbildung bedeutet, dass der Hund der Katze die Kehle durchbeißt. (Offiziell verboten, aber es ist den Prüfern nicht unangenehm, wenn eine Katze "per Zufall" vorbeikommt!)

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal

| Copyright 2010 Animal Spirit |