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Übervolle Tierheime und Angstmache-Kampagne gegen Hunde

Letzten Montag hat ANIMAL SPIRIT-Obmann Dr. Franz-Joseph Plank einen Brief an die Wiener Umwelt-Stadträtin Ulli Sima geschrieben betreffend der neuen "Kampfhunde"-Verordnung, die mit 1. Juli in Kraft treten soll und von der SPÖ - gegen die gesamte Oppo-sition - im Alleingang durchgeboxt wurde. Unserer Ansicht nach ist diese VO völlig unausgegoren und wider-spricht auch sämtlichen Meinungen seriöser Experten, nämlich daß man die evtl. Aggressivität eines Hundes sicherlich nicht an bestimmten Rassen festmachen kann, sondern daß ganz andere Faktoren (z. B. Aufzucht, Prägung, Haltung, Beziehung zum "Besitzer" und dessen mögliche Aggression) eine viel wichtigere Rolle spielen.

Bis dato haben wir noch keine Antwort von Frau Sima erhalten:

"Sehr geehrte Frau Mag. Sima!

Obwohl wir als "Animal Spirit" selber kein Hundeheim betreiben (sondern "nur" zwei Gnadenhöfe für sog. Nutztiere), bekommen wir seit Bekanntwerden der neuen Wiener Hundeführschein-VO und Rasseliste immer mehr besorgte Anfragen von Mitgliedern, wie das nun weitergehen soll. Ich bin ja selber seit meiner Kindheit Hundebesitzer und glaube daher, mich einigermaßen auszukennen, abgesehen davon daß ich Tierarzt bin. 

 Jetzt kommt also diese vieldiskutierte und kritisierte "Rasseliste": Tatsache ist, daß durch die neuen Gesetze in NÖ und Wien schon jetzt alle Tierheime restlos überfüllt sind, v.a. durch die sog. "Kampfhunde"-Rassen. Waren Sie in letzter Zeit in einem dieser "Tierauffanglager" und haben Sie sich das Elend persönlich angeschaut? Dabei wissen alle seriösen Experten, daß die Gefährlichkeit eines Hundes sicher nicht so einfach an einer Rasse festzumachen ist, sondern eben von zig anderen Faktoren abhängt. Wo sollen all diese "geächteten" Hunde aber noch hin? Sollen sie alle euthanasiert werden, wie bereits in anderen Ländern?

Vermittelbar sind sie wohl kaum mehr nach dieser Angstmache-Kampagne. Und nichts anderes ist diese Diskussion rund um die Gesetze und die öffentliche Diskriminierung bestimmter Rassen. Und was ist, wenn die statistischen "Beiß-Könige", wie Schäferhunde oder Dackel und deren Mischlinge auch noch auf dieser "Liste" landen? Schäfer, Doggen und Dobermänner sollen ja angeblich nach den Wiener Wahlen auch auf die Liste kommen, jetzt ist das Thema wohl noch zu "heiß"... Und wer ist überhaupt dafür zuständig, bei Mischlingen festzustellen, welche Rassen da mitgemischt haben? Ist man da der Willkür eines unerfahrenen Polizeibeamten oder auch nur des Amtstierarztes ausgesetzt? 

Zudem erachte ich das zumindest gelegentliche Freilaufen-Können für ein normales Sozialleben der Hunde untereinander, aber auch für die Beziehung Mensch - Hund und umgekehrt für außerordentlich wichtig, vorausgesetzt natürlich, sie sind verträglich, sozial stabil und zu Menschen freundlich (was die meisten ja grundsätzlich sind). Aber durch die spärlichen Wiener Hundezonen - im 4. Bezirk stehen gerade mal 330 m2 zur Verfügung, in anderen Innenbezirken auch nicht viel mehr als 1000 m2 - kann dieses Grundbedürfnis der Hunde nach freier Bewegung in keinster Weise befriedigt werden. Und gerade das steigert dann u.U. wieder die sog. "Aggressivität" (abgesehen von vielen anderen Faktoren wie Zucht, Aufzucht, Haltung, Prägung im Welpenalter, Psychogramm des "Besitzers", etc).

Viele unserer Mitglieder und HundebesitzerInnen - selbst  kleinerer Rassen - beklagen sich jetzt, daß sie neuerdings ständig angepöbelt und beschimpft werden. Und nicht nur von den meist traditionell hundefeindlich eingestellten Moslems, sondern daß jetzt zusätzlich noch alle bisherigen Hundehasser auf den Plan gerufen wurden. Und dabei war Wien doch einmal eine relativ hundefreundliche Großstadt, wo es auch kein Problem war, z.B. zumindest auf so großen Flächen wie der Donauinsel unbehelligt seinen (friedlichen und gut erzogenen) Hund laufen lassen zu können.

Viel wichtiger erschiene es mir, denjenigen  Leuten den Kampf anzusagen, die für den ständigen Nachschub an Hunden sorgen, die zur Zeit nicht mehr vermittelbar sind. Zudem mehr oder überhaupt Kontrollen bei Hinterhofzüchtern, wahllosen Hunde-Vermehrern und -Importeuren endlich rigoros durchzuführen, illegale Hundekampf-Veranstalter ausfindig zu machen und ggf. strenge Kastrationsauflagen zu erteilen. Das wären tatsächlich Schritte in die richtige Richtung.

Mit tierfreundlichen Grüßen,

Dr. Franz-Joseph Plank"

 

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