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17. 03. 2010 - Mailing 2/2010 - „Hallo, ist dort der Gnadenhof?“

 

(Auch als PDF-Datei mit Fotos zum herunterladen)

 

„Hallo, ist dort der Gnadenhof?“

So ähnlich fängt es meistens an. Das Telefon läutet und eine aufgeregte Stimme erzählt uns, daß ein Tier in akuter Not ist oder gleich mehrere Tiere Hilfe brauchen. Manchmal taucht auch ein Auto in Esternberg oder am Hendlberg auf und Menschen kommen mit einem Viehanhänger, einem Wäschekorb oder einem Karton mit Luftlöchern an. Dann lugt eine rosa Schnauze vorsichtig unter einer Decke hervor oder es piepst aufgeregt aus der Schachtel oder eine schwache alte Kuh tritt zögernd aus dem Anhänger. Immer geht es darum, daß wir sofort eine Lösung und Platz finden müssen, weil das ausrangierte Reitpferd, die verwahrlosten Ziegen, die befreiten Hühner aus Massentierhaltung oder der Wurf ausgesetzter Kätzchen jetzt Hilfe benötigen, sonst ...

Aus diesen Gründen leben heute mehr als 450 Tiere bei uns und es geht buchstäblich zu „wie in einem Hühnerstall“. Dauernd ist etwas los. Es ereignen sich lustige, dramatische, traurige Dinge, Tiere werden gesund, Tiere werden krank, Tiere sterben, Tiere werden geboren. Tiere reißen aus und erleben Abenteuer, Tiere überraschen und unterhalten uns, bereiten uns Sorgen und rühren uns zu Tränen. Einen Gnadenhof zu führen, bedeutet theoretisch und oft genug auch praktisch 24 Stunden Action. An diesem turbulenten Alltag möchten wir Sie heute wieder ein wenig teilhaben lassen. Doch welche der unzähligen Geschichten sollten wir auswählen? Wir haben uns ganz einfach für unsere Lieblingsgeschichten entschieden.
 

Vom Ei im Katzenkorb und andere Geschichten ...

Thekla, das Gewohnheitstier

Frühmorgens erklimmt unser „verrücktes Huhn“ Thekla die Außenstiege des Wohnhauses, was recht unbequem für sie ist, da es sich um eine Lochmetalltreppe handelt. Oben angekommen stürmt sie die Veranda von Tierbetreuerin Anita und steuert auf die Katzenkörbchen zu, in denen noch friedlich Cherry und Felix schlummern. Doch gleich ergreifen beide panisch die Flucht, denn mit der jetzt laut gackernden Thekla ist nicht zu spaßen. Kaum sind die Katzenkörbe frei, läßt sich Thekla in einem nieder und legt ein Ei. Nach getaner Arbeit hüpft sie wieder die Treppe hinunter. Dieses Ritual wiederholt sich fast jeden Morgen. Den Rest des Tages verbringt Thekla harmlos und unauffällig mit den anderen Hühnern.

Lina im Glück

Die Kuh Lina lebte bei einem Bauern, dem sie jahrlang geduldig Milch gegeben hatte. Doch dann fing sie plötzlich zu hinken an. Und weil das geizige Bäuerlein keinen Tierarzt bezahlen wollte, sollte die brave Lina dem Schlachter verkauft werden. Gute Geister riefen uns an. Wir kauften die Kuh dann zum Schlachtpreis frei und holten sofort unseren Tierarzt, der feststellte, daß sich Lina „nur“ eine Glasscherbe eingetreten hatte. Diese Glasscherbe war aber schon eingewachsen und verursachte ihr seit Wochen sicher große Schmerzen. Dabei wäre das ganz einfach zu verhindern gewesen. Unser Tierarzt hat Lina schnell geheilt und die liebe Kuh hielt bei uns in Esternberg Einzug.

Luise und Moses

Luise war eine wirklich riesige, alte Sau. Weil sie an starker Arthrose litt, hatten wir sie in unser Krankenrevier umgesiedelt, wo sie sich mit dem kleinen, kränkelnden Ziegenbock Moses anfreundete. Moses liebte Luise innig und die leidende Luise liebte Moses. Dieser zeigte seine Zuneigung auch dadurch, daß er sich auf Luise drauf legte. Unten schnaufte die mächtige Luise und oben schlief selig der Bock. Moses’ treue Hingabe bestimmte den Lebensabend der alten Schweinedame. Als Anfang des Jahres klar wurde, daß Luises Leben nur noch aus schlimmsten Schmerzen besteht, haben wir sie schweren Herzens von ihren Leiden erlöst.

Happy-End für einen Witwer

Für Graugans Martin brach ganz offensichtlich die Welt zusammen, als im Dezember seine Gefährtin Fridolinska starb. Traurig und einsam schlich der Witwer durch den Winter, nichts schien ihm mehr Freude zu machen, nicht einmal seine Höckergänsekumpel konnten ihn mit ihren Späßen aufmuntern. Doch dann brachte Dr. Plank im Februar die Graugans Martina nach Esternberg. Wir waren zutiefst gerührt über das irre Spektakel, das Martin aufführte, um sie zu erobern. Es ist ihm sofort gelungen, Martin und Martina sind seither ein Herz und eine Seele und ständig zusammen.

Auf Zäune wird gepfiffen

Die entzückende Eselin Manzi und ihr acht Monate alter Sohn Manfred leben ebenfalls erst seit Februar bei uns. Sie sind unglaublich lieb und verschmust, haben aber einen kleinen Schönheitsfehler. Manzi und Manfred haben im Gegensatz zu unseren anderen Eseln keinen Respekt vor Elektrozäunen. Die beiden schlüpfen einfach unter dem gespannten Draht durch und gehen auf Entdeckungsreise. Aufgefallen ist uns das erst, als sie abends nichts fraßen, Kunststück, sie hatten ja schon auf der Pferdekoppel gespeist. Wenn Manzi und Manfred nicht dazu lernen, werden sie im Sommer ständig das Weite suchen. Jetzt im Winter sind die Elektrozäune ja nicht eingeschaltet, aber unsere anderen Tiere respektieren trotzdem die Grenze. Damit unsere zwei Neuen sich nicht ans Ausreißen gewöhnen, müssen sie vorerst im Stall bleiben, bis sie die Sache mit dem Zaun begriffen haben und draußen sicher sind.

Acht Schweinchen kratzen die Kurve

Luschis Mischlings-Ferkel haben sich zu stürmischen Teenagern entwickelt. Bei jeder Fütterung müssen wir aufpassen wie die Haftelmacher, denn sobald die Gehegetür nur einen Spalt aufgeht, stürmt die Schweinebande an den Beinen der Pfleger vorbei wie die wilde Jagd ins Freie. Die Suche nach Eßbarem treibt sie zum Ziegengehege, wir hinterher. Von dort biegt die Bande ab zum Rinderstall, wir hinterher. Wegen ihrer Wildschweingene haben wir es hier mit richtigen „Rennschweinen“ zu tun. Aber wir sind ja auch schlau und legen den Kleinen Futterspuren, denen sie fröhlich grunzend zurück in ihr Gehege folgen.

 

Esternberg: Das war nicht geplant!

Nie im Leben hätten wir beim Bau des Schweinegeheges daran gedacht, daß wir allein in Esternberg im Handumdrehen 27 Tiere haben würden. Aber für einen Gnadenhof gibt es halt kein kontrolliertes Wachstum. Außer wir wären herzlos und würden alle Tiere abweisen ... Auch daß Luschi zehn Ferkel bekommen würde, war nicht absehbar – Sie erinnern sich vielleicht, die nächtlichen Besuche des Wildschweinebers ...

In diesem Winter waren wir allerdings nicht wirklich begeistert, daß wir 27 Schweine zu versorgen hatten. Nicht daß wir unsere Rüssel nicht alle gern haben und schätzen. Aber das Schweinegehege ist derzeit von den anderen Hofgebäuden gute fünf Minuten entfernt. Wir hatten wieder Dauerfrost und extrem viel Schnee, mußten tagtäglich vom Haus zum Futterlager und von dort das Futter zum Gehege schaffen. Bei einer so großen Schweineherde wie der unsrigen ist das ein enormer Aufwand.

Bitte, wir brauchen dringend ein neues Schweinegehege, das näher am Wohnhaus und näher an der Futterhalle liegt. Und wir müssen es unbedingt jetzt im Frühjahr/Sommer bauen. Es gibt bereits einen Plan, das bisherige Holz- und Futterlager in einen neuen Schweinestall umzubauen. Eine große Sache, die leider auch sehr teuer wird.

Unsere Schweine haben natürlich trotz aller Mühe, die wir hatten, einen geborgenen Winter verbracht. Die „Oldies“ Eva, Erich und Emma, waren kaum zu bewegen hinauszugehen, sie haben mit aller Würde ihrer fast zehn Jahre die Zeit in ihrer Hütte verpennt.

Die etwas Jüngeren, Wanda, Wendy und Wilma, waren schon umtriebiger und besonders flott unterwegs waren natürlich Luschis Kinder, die bei jeder Gelegenheit wie wild im Schnee herumgetobt sind.

 

Unsere Tiere*:

22 Pferde, 11 Esel, 9 Rinder, 36 Schweine, 32 Ziegen, 30 Schafe, 10 Gänse,
32 Enten, 170 Hühner,

70 Kaninchen, 15 Meerschweinchen, 2 Hunde, 24 Katzen

* Im Frühjahr 2010 auf beiden Höfen

 

Auch Menschen erleben auf unseren Höfen Gnade

Als Dr. Plank mit Hilfe vieler TierfreundInnen die Gnadenhöfe von ANIMAL SPIRIT eröffnet hat, stand natürlich das Wohl der Tiere im Mittelpunkt. Schließlich heißen sie ja „Zentren für Tiere in Not“. Mittlerweile fühlen sich aber auch Menschen bei uns beschenkt, die Gnadenhöfe sind für viele zu einer echten Bereicherung geworden. Zu den regelmäßigen Besuchern gehören Schulklassen. Die Kinder sind wahrscheinlich unsere größten Fans, denn wo sonst können sie Tiere noch so unmittelbar erleben wie in Esternberg oder am Hendlberg? Freie Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Sobald eine gewisse Hemmschwelle überwunden ist, schließen Kinder und Tiere rasch Freundschaft. Kinder lieben es, Tiere zu streicheln und die Tiere lassen es sich nur zu gern gefallen. Die Kinder helfen mit leuchtenden Augen beim Ausmisten oder richten eifrig neue Strohbetten für ihre Schützlinge her. Auch die Motive hinter unserer Arbeit verstehen die Kinder sehr gut, wenn sie uns besuchen.

Wenn auch Sie einmal kommen möchten, vereinbaren Sie bitte telefonisch einen Besuchstermin am Gnadenhof in Esternberg in der Nähe von Passau:
Tierbetreuerin Anita, Tel. (+43) 0676 4000 940 oder
Tierbetreuer Volker, Tel. (+43) 0676 5751 860 oder
auf unserem Gnadenhof am Hendlberg Tel. (+43) 02774/29 330.

 

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende

Bei der Erhaltung unserer Gnadenhöfe sind wir ausschließlich auf die Unterstützung unserer Spenderinnen und Spender angewiesen. Täglich müssen mehr als 450 Schützlinge versorgt werden, da kommt schon was zusammen. Und jetzt nach dem Winter fallen zusätzlich noch jede Menge Renovierungsarbeiten an, die dringend erledigt werden müssen: eingedrückte Futterstände sind zu richten, Zaunlöcher zu flicken und Frostschäden zu beheben. Und wir wollen so bald wie möglich mit dem Bau des neuen Schweinegeheges beginnen.

Ohne Ihre Hilfe können wir das nicht schaffen. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Großzügigkeit. Spendenkonto: PSK 75.694.953

 

Möchten Sie Tierpate oder Tierpatin werden?

Mit einer Tierpatenschaft übernehmen Sie gegen einen monatlichen Fixbetrag die Kosten für Futter, Betreuung und medizinische Versorgung eines bestimmten Tieres. Bei den größeren Tieren gibt es auch Teilpatenschaften, wir informieren Sie gerne. Wenn Ihr Kind kein eigenes Tier halten kann, freut es sich vielleicht darüber, ein Patentier zu besuchen.
 

Pferd, Rind 70 Euro
Esel, Pony 50 Euro
Schwein 35 Euro
Schaf, Ziege   25 Euro
Kaninchen    8 Euro
Gans       7 Euro
Ente   6 Euro
Huhn    5 Euro

 

A: P.S.K., BLZ 60000, Kto: 75.694.953,
BIC: OPSKATWW, IBAN: AT826000000075694953

D: Volksbank Freilassing, BLZ 71090000, Kto: 285943

Sie können ANIMAL SPIRIT online spenden, per e-Spende unter
www.oncharity.at/animal/main.asp

 

ANIMAL SPIRIT macht auch Tierschutz im Unterricht: www.tierschutzunterricht.at

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal

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