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17. 09. 2012 - Mailing 05/2012 - Die Zeit läuft ...

 

(Auch als PDF-Datei mit Fotos zum herunterladen)

 

Die Zeit läuft ...

Die schrecklichen Fohlenmärkte haben schon begonnen. Jetzt zählt wirklich jede Minute und jeder Euro, den wir an Spenden bekommen. Um möglichst viele Haflinger- und Norikerfohlen freikaufen und retten zu können, brauchen wir Ihre Hilfe. Ohne die Unterstützung einfühlsamer Spenderinnen und Spender sind wir machtlos und die Fohlen verloren. 

Wie könnten wir unsere Herzen verschließen?

Tausende Pferdekinder sollen bald wieder mit ihrem Leben dafür bezahlen, daß sogenannte Züchter gewissenlos Haflinger und Noriker vermehren. Die Jagd nach einem Superfohlen, das den Besitzer reich machen soll, treibt sie ebenso an wie Tradition und Gewohnheit. Doch über 90 Prozent der geborenen Fohlen entsprechen nicht den abstrusen Schönheitsidealen der Zuchtverbände. Dieser „Ausschuß“ wird auf den Fohlenmärkten erbarmungslos zum Kilopreis verschachert.

Zu jedem Herbstbeginn spielen sich auf den heimischen Almen und Bauernhöfen Dramen ab. Die Stars des Sommers, entzückende Haflinger- und Norikerfohlen, haben ausgedient. So perfekt die Pferdekinder die Postkartenidylle für die Sommergäste gemacht haben, so laut die Hüttenkassen mit ihrer Hilfe auch geklingelt haben, im Herbst sind sie nur mehr unerwünschte Fresser und sollen so rasch wie möglich von der Bildfläche verschwinden. Das Publikum ist abgereist. Ungesehen erleidet nun jedes Fohlen ein Martyrium, an dessen Ende der Tod wartet.

Da es bis heute praktisch keinerlei Zuchtbeschränkung gibt, werden am laufenden Band weiter Fohlen produziert. Denn ein perfektes Jungtier, das alle Schönheits-kriterien erfüllt, wäre ein wahrer Goldesel. Diese Menschen nennen sich „Züchter“, dabei produzieren sie Masse. Fast jedes Fohlen kommt als „Mängelexemplar“ zur Welt, sein Schicksal ist damit vorprogrammiert. Das ersehnte Fohlen, das reich macht, bleibt so selten wie ein Lottogewinn.

Die Fohlen, voll Lebensfreude und Energie, bekommen zu spüren, was es heißt, von heute auf morgen „Ware“ zu sein. Fortgerissen von der vertrauten Mutter und Umgebung. In einen Panik erzeugenden Transporter gezerrt. Grobe Hände, grobe Stimmen. Schmerzen, Durst, Hunger. Dann der Pferdemarkt. Bierzeltatmosphäre. Noch mehr Lärm. Viele andere Pferdegerüche. Angstschweiß, Hilferufe und Wehklagen ohne Zahl. Die erste Wunde, der letzte Widerstand, Resignation. Innerhalb kürzester Zeit verfällt ein rosiges Pferdekind zu einem verstörten Häufchen Elend. Der Tod am Schlachthof kommt schließlich nach stundenlanger Transportfahrt und intensiver Schnellmast.

Seit zehn Jahren sind ANIMAL SPIRIT und andere Tierschutzorganisationen regelmäßig auf den Fohlenmärkten. Anfangs wurden uns noch Prügel angedroht, inzwischen zählen wir bereits zum „Inventar“. Unsere Anwesenheit hat einige Verbesserungen für die Tiere gebracht, so bekommen sie nun wenigstens Wasser und Heu, die Grobheit ist etwas zurückgegangen und die illegalen Händler sind weniger geworden. Auch mit den Zuchtverbänden finden Gespräche über eine Verschärfung der Zuchtrichtlinien statt und unter den  Züchtern wächst die Zahl der Kritiker (siehe Interview). Gegen alle Widerstände und mit Beharrlichkeit haben wir Jahr für Jahr unsere Infostände aufgebaut, die Presse informiert und immer mehr Journalisten interessiert und – nicht zuletzt – viele SpenderInnen gewonnen, die uns unterstützen. Ihre Hilfe brauchen wir auch heuer wieder dringend.

Die Fohlen, die wir freikaufen, erwartet ein gutes Leben in Freiheit. 440 waren es bereits, das sind 440 gerettete glückliche Pferdeleben in artgerechter Haltung bei fürsorglichen Menschen. Sie werden als Familienpferde, als Therapiepferde oder Reitpferde gehalten, und jedes wird mit Sicherheit geliebt. Ihre neuen „Besitzer“ unterschreiben einen Überlassungsvertrag, wir kontrollieren die Haltung und wie es den Tieren geht. Oft erreichen uns Briefe von Menschen, denen wir Fohlen anvertraut haben.  

Jeder Euro von Ihnen wird sofort für die Rettung von Fohlen eingesetzt!

 

Kurzinterview

„Ich bin nach Italien gefahren ...“

Christoph Klary ist Norikerzüchter und betreibt das „Norikerreithotel Postgut“ in Tweng. Vor 19 Jahren kaufte er seinen ersten Noriker. Zu züchten heißt für den Salzburger, nicht gedankenlos zu vermehren. 

Warum haben Sie beschlossen, einen neuen Weg zu gehen?

Vor etwa acht Jahren bin nach Italien gefahren, ich wollte mir selbst ein Bild machen, sehen was mit den Fohlen nach einem Markt geschieht. Es war nicht schön, aber die Realität. Ich nahm mir vor, Alternativen zu suchen und  habe meine Zucht vermehrt auf den leichteren Noriker umgestellt. Das war nicht ganz einfach, aber es ist gelungen. Im Jahr 2008 haben wir den Reitbetrieb begonnen, viele haben uns belächelt, aber mittlerweile läuft unser Norikerreithotel. Am meisten freut uns, daß drei unserer Noriker am Sterntalerhof von Peter Kai helfen, das Leid krebskranker Kinder zu mindern.

Warum züchten Sie gerade Noriker?

Einerseits fasziniert mich die Geschichte dieser Kaltblüter, auf deren Entwicklung schon die Kelten und Römer Einfluß hatten. Die Gründung der Rasse verdanken wir allerdings den Erzbischöfen von Salzburg, die die Zuchtkriterien bestimmt und kontrolliert haben. Was die Noriker auszeichnet, ist, daß immer noch eine Reinzucht vorherrscht und die guten Charaktereigenschaften sowie die körperlichen und gesundheitlichen Vorzüge erhalten geblieben sind. Speziell hervorzuheben sind ihre Genügsamkeit, Robustheit und ihr ruhiges Wesen.

Haben Noriker heute noch eine Aufgabe?

Die Bedeutung der Noriker als Freizeitpferde hat zugenommen, in Tourismusregionen sind die Pferde als Kutschpferde und vereinzelt bei der Holzbringung sowie in der Reitpädagogik im Einsatz. Es ist wichtig, daß wir den Noriker nachhaltig in das rechte Licht stellen, ihn noch mehr als tolles Freizeitpferd etablieren und damit den Absatz anderweitig öffnen.

 

Die Zukunft „unserer“ Fohlen!

Liebe, Fürsorge, Erfahrung im Umgang mit Pferden und eine schöne Aufgabe als Familien- oder Therapiepferd – das kommt auf jene Fohlen zu, die wir mit Ihrer Hilfe heuer retten können. Hier ein paar Zeilen von Menschen, die bereits Fohlen aufgenommen haben:

„Es dauerte eine ganze Weile, bis die beiden Norikerjungs Wolle und Stoffl ihren Trennungsschmerz überwunden haben und wieder Leben in die kleinen Kerle kam. Jetzt leben sie in einem Offenstall im Berchtesgadener Land. Wenn sie groß sind, wird Stoffl ein Familienpferd und Wolle soll seine Talente als Therapiepferd beweisen.“  Barbara R.

„Meine kleine Lotte sollte nur sterben, weil ihre Mähne nicht weiß genug war und andere idiotische äußerlichen Dinge angeblich nicht stimmen. Sie ist ein absolut tolles Pferd und ist so klug und lernwillig, daß ich spielerisch schon erste Zirkuslektionen mit ihr übe, maximal 10 Minuten alle zwei bis drei Tage.“  Simone K.

„Unsere drei Fohlen haben sich super gut eingelebt. Dadurch, daß sie alle von einem Hof kommen und sich kennen, war die plötzliche Trennung von ihren Müttern wohl doch nicht ganz so schlimm. Neue Namen haben wir ihnen gegeben, die liebevoller und freundlicher klingen. Ich hoffe, daß Sie noch vielen Fohlen das Leben retten können.“  Angela J.

 

Das hat ANIMAL SPIRIT bisher erreicht

* 440 gerettete Pferde

Das sind 440 glückliche Pferdeleben, weil wir für alle Fohlen, die wir mit unseren SpenderInnen freikaufen konnten, auch gute Plätze gefunden haben.

* Besserer Gesundheitszustand der Pferde

Die Präsenz von ANIMAL SPIRIT und anderen Tierschutzorganisationen auf den Pferdemärkten hat Wirkung gezeigt. Allen Anwesenden ist klar, daß sie unter Beobachtung stehen.

* Immer mehr offene Ohren

Selbst einige Züchter denken langsam um und stehen dieser „Zucht“ für die Fleischproduktion zunehmend kritisch gegenüber.

 

ANIMAL SPIRIT fordert

  • Das Aus der Zuchtprämie für geborene Haflinger- oder Norikerfohlen

  • Ein Ende der bedingungslosen Vermehrung – hin zu einer verantwortungs-vollen „echten“ Zucht mit Tieren, die für Freizeit und Arbeit gebraucht werden und nicht für den „Fleischmarkt“.

 

Bitte spenden Sie!

Ein Fohlen kostet 500 bis 700 Euro. Wir brauchen daher wirklich jeden Cent, um möglichst viele Fohlen freizukaufen. Bitte spenden Sie recht bald, denn die Märkte sind jetzt.

 

Wir suchen laufend gute Pferdeplätze ...

Falls Sie über die Möglichkeit verfügen, ein Fohlen langfristig aufzunehmen, melden Sie sich bitte bei uns.

... und ehrenamtliche MitarbeiterInnen mit Pferdeerfahrung für die Kontrolle von Fohlenplätzen in Steiermark/Kärnten, Burgenland/Niederösterreich und Deutschland. Telefon +43 (0)2774/293 30 oder office@animal-spirit.at

 

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für den Tierschutz! DANKE!

A: P.S.K., BLZ 60000, Kto: 75.694.953,
BIC: OPSKATWW, IBAN: AT826000000075694953

D: Volksbank Freilassing, BLZ 71090000, Kto: 285943

Sie können ANIMAL SPIRIT online spenden, per e-Spende unter
www.oncharity.at/animal/main.asp

 

ANIMAL SPIRIT macht auch Tierschutz im Unterricht: www.tierschutzunterricht.at

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
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