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27. 05. 2009 - Mailing 4/2009 - Die Freuden eines Sommers

 

(Auch als PDF-Datei mit Fotos zum herunterladen)

 

Was empfindet ein altes Pferd, wenn es morgens aus dem Stall auf die Weide spaziert? Noch ein wenig steif in den Gelenken stakst es wie ein alter Cowboy auf hohen Beinen ins Freie. Die ersten Sonnenstrahlen kitzeln warm auf der Kruppe oder ein beruhigender Sommerregen überbringt die Botschaft von saftigem Gras. Der Pferdeschweif beschreibt lässig einen erfreuten Bogen in Richtung Himmel. Ein Mensch kommt und tätschelt sanft und freundlich den Hals, gerade da, wo es sein soll. Eine liebevolle Hand mit süßen Karottenstücken schiebt sich unter die Nüstern.

Oder was macht das Huhn im Morgenlicht? Eben schlummerte es noch friedlich und geborgen auf der Stange im Stall, schon zieht es im Hof energisch einen Wurm aus dem Boden. Oder es nimmt ein exquisites Sandbad, damit der Hahn noch mehr Grund hat, stolz und lauthals zu krähen, in optimaler Positur für die Morgensonne, die sein Gefieder in den herrlichsten Farben schillern lässt.

Und erst die Schweine, die Schafe, die Gänse und die Enten? Welche Gefühle erleben sie, wenn sie in die Sonne blinzeln, wenn sie miteinander spielen oder fressen?

Wer jemals einen unserer Gnadenhöfe besucht hat und die Tiere eine Weile beobachten konnte, weiß, wie Lebensfreude aussieht. Es ist eine Freude, die aus vielen Momenten genährt wird, von denen unsere Tiere jeden einzelnen genießen. Nach allem Leid, das viele der über 370 Tiere in schlechter Haltung, in Tierfabriken oder sogar in Schlachtbetrieben erlebt haben, nach Enttäuschungen und Schmerzen, die ihnen Menschen bereitet haben, sind sie endlich in Sicherheit, werden liebevoll versorgt und leben ihren Bedürfnissen entsprechend.

Unsere Neuzugänge können anfangs ihr Glück kaum glauben, doch schon bald erleben sie es und zeigen uns immer wieder ihre Freude und Dankbarkeit.

 

Sie sind wieder zu allen „Schandtaten“ bereit

Der Sommer kommt und sämtliche Tiere drängen stürmisch ins Freie. Manche schießen aus lauter Gaudi auch über ihr Ziel hinaus. Und wenn sich ein Loch im Zaun findet, dann müssen wir die Beine in die Hand nehmen und Esel, Ziegen oder Schweine schleunigst einsammeln. Aber lassen Sie uns berichten, was es bei unseren Tieren an Neuigkeiten zu erzählen gibt.

Können Sie sich 37 Schweine vorstellen? So viele leben nämlich inzwischen bei uns, Hausschweine, etliche Hängebauchschweine und Minipigs. Im Winter erst sind Leander und Lukas neu bei uns eingezogen, zwei „Streunerschweine“, die in freier Wildbahn aufgegriffen wurden, wer weiß, welchem Schicksal sie entkommen sind ... Die Beiden wurden uns über die Amtstierärztin vermittelt und wir haben die zwei gerne aufgenommen. Beide fühlten sich vom ersten Moment an wohl, waren gleich zutraulich und sind pumperlgesund. Bis heute haben sie keinen Versuch unternommen, wieder das Weite zu suchen.

Auch bei den Pferden gibt es Neuzugänge: Die bildhübsche, lahmende Stute Energy und das altgediente Reitschulpferd Kalif. Die Neuen sind gerade dabei sich zu integrieren. In so einer Herde gibt es ja laufend Entwicklungen, Rangordnungen werden geklärt, manches Zwischenpferdliche ist gut zu beobachten wie etwa die Scheingefechte zwischen Maxi und Prinz, wo es darum geht, Kräfte zu messen, sich auszuprobieren und das Mütchen zu kühlen. Es läuft aber alles sehr gut bei unseren 20 Pferden. Besonders erwähnen möchten wir noch unseren Ludwig, der aus lauter Langeweile manchmal bissig wurde. Als wir erkannten, daß er einfach eine Beschäftigung braucht, haben wir eine großartige Lösung gefunden. Ludwig ist ausgezogen und nun bei einer Reittherapeutin im Einsatz, eine Aufgabe, die er mit großer Freude ausgezeichnet erfüllt. Ludwig war für einen Gnadenhof einfach zu jung und blüht als Therapiepferd auf, indem er Kindern hilft.  Von Bissigkeit keine Spur mehr. Für sämtliche Wehwehchen unserer Pferde sind sowohl ein spezialisierter Tierarzt, als auch unsere beiden „Pferdeflüsterer“ Eva und Harry zuständig. Letztere helfen bei körperlichen wie seelischen Beschwerden ganz ohne Chemie, eine Zusammenarbeit, über die wir sehr glücklich sind.

Bei den Eseln hat sich nicht viel verändert, Ausbrecherkönig Laurentius führt in Esternberg immer noch Regie und kümmert sich weiterhin rührend um seinen Freund, den alten Zirkusesel Xaver. Am Hendlberg teilen Paulina, Pinocchio und Philip ihre saftige Weide und die Hütte friedlich mit den Ziegen. Interessant ist übrigens, daß die Esel jene Tiere auf unseren Höfen sind, die den Kontakt zu uns Menschen am intensivsten suchen und halten.

Eine traurige Nachricht gibt es bei den Rindern zu vermelden. Unsere alte Kuh Meli ist im Winter eines Tages einfach nicht mehr aufgestanden und gestorben. Rührend war die Reaktion des kleinen Ochsen Berti, der an jener Stelle einen Tag lang ausgeharrt und für Meli Totenwache gehalten hat. Ihren Platz hat mittlerweile Emilia eingenommen, eine 6 Jahre alte „ausgediente“ Fleckviehkuh, die wir ebenfalls vor dem Schlachter retten konnten.

Unsere jüngsten Schützlinge auf den Gnadenhöfen sind die Zicklein Tina und Viktor, die erst vor zwei Monaten bei uns geboren wurden. Selbstverständlich sind wir stets bemüht, Nachwuchs zu verhindern. Als wir letzten Herbst den Bock Josele aus schlimmer Anbindehaltung befreit hatten, wurde er natürlich sofort kastriert. Doch bevor er tatsächlich auch zeugungsunfähig war, verbrachte er eine kurze Zeit mit Ziege Murli und schon war es geschehen. Die zwei Zicklein sind gesund und munter und freuen sich schon auf nette PatInnen (siehe Rückseite). Kurti und Klara, unsere Kleinen vom letzten Jahr, sind inzwischen schon freche Halbstarke und spielen uns manchen Streich. Die alljährliche Schur unserer 21 Schafe hat dieses Jahr unser neuer professioneller Schafscherer Heiko erledigt. Befreit von ihren dicken Matten freut sich die Herde schon an den zarten Gräslein.

Bauliche Maßnahmen haben wir in den letzten Wochen für Enten und Gänse ergriffen, bei denen es wegen Platzmangel immer wieder zu Streitereien gekommen war. Nun haben die Moschus-Enten und die Gänse gemeinsam mit den Laufenten jeweils einen eigenen Teich und eigene kleine Hütten, sodaß beim Federvieh zu Wasser endlich Frieden eingekehrt ist. Fast vermissen wir das Gekeppel schon ... Damit unsere Ohren nicht zu viel Stille erleiden müssen, haben wir zwei neue Hähne aufgenommen, einen vom Typ Ich-bin-der-Boss und einen eher schüchternen. Seither liefern sich sämtliche Hähne und natürlich auch Hähne in der Nachbarschaft lautstarke Krähgefechte, die aber nicht weiter stören. Nachdem seit Jänner 2009 Legebatterien – dank unserer jahrelangen Kampagnenarbeit – in Österreich endlich verboten sind, haben wir hoffentlich ein letztes Mal einen Schwung von 18 Küken aus einer Legebatterie retten müssen, mittlerweile wuseln die Junghühner schon -munter über Hof und Wiese.

Auch sämtliche andere Tiere wie Kaninchen, Hunde und Katzen sind wohlauf, die BetreuerInnen haben alle Hände voll zu tun, die wichtigen Vorbereitungsarbeiten für den Sommer zu vollenden. Mit Hilfe unserer SpenderInnen wollen wir jetzt so schnell wie möglich alles sicher und lückenlos gestalten, damit die Tiere nicht nur glücklich, sondern auch sicher und geborgen sind.

 

Wer hat was von der "Schweinegrippe"?

Bedrohlich geistert sie durch den Äther. Waren es vor ein paar Jahren noch Vogelgrippe oder Rinderwahn soll uns jetzt die Schweinegrippe in Massen dahinraffen. Um es kurz zu machen: Die Schweinegrippe ist eine Infektion unter Schweinen und es ist schlicht irreführend,  Grippeerkrankungen von Menschen so zu bezeichnen (allerdings kam bereits im Jahr 1998 sogar eine EU-finanzierte Studie zu dem Ergebnis, daß die Entstehung von Schweinegrippe mit der schrecklichen Massentierhaltung zusammenhängt). Das globale Medientheater dient nur der Panikmache. Wem nützt nun aber diese ganze Hysterie und was wird damit bezweckt? 


Nur ein paar Gedanken dazu:

  • Zum Beispiel wird der Verkauf von pharmazeutischen Produkten damit gesteigert

  • Auch sinnlos gehortete Schutzmasken lassen sich so endlich absetzen.

  • Die Hysterie lenkt hervorragend von echten Krisen ab, wie etwa der Weltfinanzkrise oder Problemen im eigenen Land.

  • Gewinnträchtige Massenimpfungen lassen sich leichter durchsetzen oder sogar zwangweise einführen.

  • Die zunehmend impfkritische Bevölkerung kann in Schach gehalten werden.

  • Durch Massenkeulungen von unschuldigen Tieren (wie bei der Vogelgrippe oder der Maul- und Klauenseuche) können aberwitzige Fleischberge abgebaut und die Fleischpreise gestützt werden.

 

Am Hendlberg und in Esternberg leben derzeit (Mai 2009):

17 Pferde, 8 Esel, 3 Ponys, 7 Rinder, 21 Schafe, 32 Ziegen, 37 Schweine, 97 Hühner, 35 Enten, 4 Gänse, 80 Kaninchen, 10 Meerschweinchen, 3 Hunde, 22 Katzen

 

Naturschutzwoche in Esternberg

Anfang April fanden sich auf dem Gnadenhof in Esternberg engagierte freiwillige HelferInnen ein, um uns bei verschiedenen Arbeiten tatkräftig zu unterstützen. Im Mittelpunkt stand die Anlage einer sogenannten Benjeshecke. Entlang dieser Hecke wurden Kleinbiotope, wie etwa Wasserstellen, Totholzhaufen, Komposthaufen, Baumgruppen, ein Bächlein und eine Kräutersaumzone eingeplant. Durch gute Heckenpflege wollen wir innerhalb weniger Jahre viele Tier- und Pflanzenarten anlocken, von denen etliche auf der Roten Liste stehen und vom Aussterben bedroht sind. Die Hecke hat aber noch mehr Vorzüge. Wir werden feine Früchte und Wildkräuter ernten und können unseren Ziegen Zweigholz zum Knabbern geben. Außerdem wurde im alten Schweinegehege ein neuer Obstgarten angelegt, damit sich unsere Schweine einmal über Fallobst freuen können.

Das alles hat in einer unheimlich netten Atmosphäre stattgefunden, sodaß wir solche Tage regelmäßig planen möchten (Interessenten bitte bei Tierpfleger Volker melden, Tel: +43 676 575 18 60). Unseren fleißigen HelferInnen an dieser Stelle noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön für die tolle Arbeit und die erfreuliche Gesellschaft.

 

Bitte spenden Sie!

Wenn man 376 Schützlinge versorgt und beherbergt kommt schon was zusammen. Jetzt nach dem Winter- sind eingedrückte Futterstände zu richten, Zaunlöcher zu flicken und Frostschäden zu beheben. Dank der großzügigen Hilfe unserer SpenderInnen konnten wir bereits mit der dringend notwendigen Sanierung des Brunnens in Esternberg beginnen. Aber auch die Wasserversorgung am Hendlberg gehört saniert. Ohne die Hilfe unserer treuen Freundinnen und Freunde geht es einfach nicht. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihre Großzügigkeit.

 

Möchten Sie Tierpate/in werden?

Mit einer Tierpatenschaft übernehmen Sie gegen einen monatlichen Fixbetrag die Kosten für Futter, Betreuung und medizinische Versorgung eines bestimmten Tieres. Bei den größeren Tieren gibt es auch Teilpatenschaften, wir informieren Sie gerne. Wenn Ihr Kind kein eigenes Tier halten kann, freut es sich vielleicht darüber, ein Patentier zu besuchen.

 

Pferd/Rind

70 Euro

Esel/Pony

50 Euro

Schwein

35 Euro

Schaf/Ziege

25 Euro

Kaninchen

8 Euro

Gans

7 Euro

Ente

6 Euro

Huhn

5 Euro

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Erleben Sie ein wenig vom paradiesischen Sommer- unserer Tiere mit. Bitte vereinbaren Sie dazu unbedingt telefonisch einen Besuchstermin am Gnadenhof Esternberg (OÖ), in der Nähe von Passau (Telefon: (+43 676 400 09 40) oder auf unserem Gnadenhof am Hendlberg (NÖ), in der Nähe von Wien (Telefon: +43 2774 293 30). Dann haben wir sicher Zeit, Sie herumzuführen. Auch Schulklassen sind herzlich willkommen.

 

Immer mehr Menschen tun es ...

Wenn auch Ihnen die Idee gefällt, unsere Schützlinge zu bedenken, können Sie ANIMAL SPIRIT, A-3053 Laaben, in Ihrem schriftlichen Testament berücksichtigen.

 

Dritter Tag der offenen Tür am Gnadenhof Esternberg:
Am Samstag, den 5. September 2009 von 11 bis 16 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten, Telefon: +43 2774 293 31 oder office@animal-spirit.at

 

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit für den Tierschutz!

A: P.S.K., BLZ 60000, Kto: 75.694.953,
BIC: OPSKATWW, IBAN: AT826000000075694953

D: Volksbank Freilassing, BLZ 71090000, Kto: 285943

 

Sie können ANIMAL SPIRIT online spenden, per e-Spende unter
www.oncharity.at/animal/main.asp

 

ANIMAL SPIRIT macht auch Tierschutz im Unterricht: www.tierschutzunterricht.at

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal

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