Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not

 






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21. 11. 2008 - Mailing 05/2008 - 10 Jahre glückliche Tierleben!

 

(Auch als PDF-Datei mit Fotos zum herunterladen)

 

Wir feiern zehn Jahre glückliche Tierleben

Der Winter 1998 war grimmig, sehr kalt und schneereich. Trotzdem schaffte es damals eine zarte Idee ans Licht der Welt zu gelangen. Nach damals bereits zehn Jahren aktiver Tierschutzarbeit hatte Dr. Plank über eine sinnvolle Erweiterung seines Engagements nachgedacht. Dafür gab es gute Gründe. Seine Arbeitsbereiche, der Schutz der Nutztiere, die Bekämpfung von Tiertransporten und Massentierhaltung, waren und sind für jeden Menschen wirklich harte Themen. Nur durch zähes Dranbleiben kann man schrittweise Verbesserungen für die Tiere erreichen, währenddessen lasten aber die Eindrücke des Tierleids täglich schwer auf der Seele.

Daher beschloß Dr. Plank ein sichtbares Gegenmodell zu schaffen. Ein Modell, das allen tierliebenden Menschen Hoffnung auf Erfolg geben konnte und andererseits gequälten Tieren konkret helfen sollte. Unser Gnadenhof am Hendl­berg öffnete seine Pforten, 30 ehemalige Käfig­hühner und zwei Ziegen aus schlechter Haltung zogen ein. Am symbolischen Vorbild des Gnadenhofes wollte Dr. Plank zeigen, daß selbst die gequältesten ­Geschöpfe wieder ein glückliches Leben genießen können.

In diesen schweren ersten Wintertagen war nicht abzusehen, wie begeistert diese Idee aufgenommen würde, wie viele Menschen sich finden würden, um zu helfen, um die Tiere und Höfe zu besuchen und die Arbeit vor allem finanziell zu tragen. Wir hätten nie zu hoffen gewagt, daß konkrete, direkte Tierschutzarbeit auf so viel Begeisterung stoßen würde. Doch sie reichte sogar aus, um immer mehr Tiere aufnehmen zu können, die gerettet, gebracht oder freigekauft wurden. Die Großzügigkeit unserer SpenderInnen ermöglichte schließlich den dringend benötigten zweiten großen Gnadenhof in Esternberg zu eröffnen und die mittlerweile 376 Tiere gut zu versorgen. Alle können wir Ihnen auf diesen Seiten längst nicht mehr präsentieren, wir haben daher wieder einige Tierschicksale für Sie ausgesucht.

Ziegen impfen wie John Wayne

Manche UnterstützerInnen erkundigen sich regelmäßig nach einem bestimmten Tier, dessen Geschichte sie besonders gerührt hat, einige unserer langjährigen Schützlinge bekommen liebevolle Fanpost.

Zu diesen Tieren zählen etwa unsere Esel, vielleicht liegt das daran, daß sie sich bei Besuchern so lauthals ins Gedächtnis schreien. Oder einfach an ihrem lieben Wesen, dem selbst ihre Erfahrungen am grausigen Pferdemarkt nichts anhaben konnten. Paulina, Pinocchio und Philip leben nun schon seit Jahren glücklich und zufrieden am Hendlberg, vier weitere sowie der alte Zirkusesel ­ Xaver logieren in Esternberg. Allen geht es heute sehr gut.

Die anspruchsvollsten Tiere in unserer Obhut sind in jeder Hinsicht die 18 Pferde, die viel körperliche Betreuung und Bewegung brauchen, viel Zuwendung und Pflege, aber auch viel Geld für Futter, Medikamente und Therapien. Doch jeder Einsatz lohnt sich. Allein das Beispiel der ehemals sehr scheuen Traberstute Messalina, die heute handzahm ist, zeigt den Wert unserer Arbeit. Oder der „schlimme“ Ludwig, der das Beißen schon fast ganz abgelegt hat, weil er gelernt hat, angenehmer mit Menschen zu kommunizieren. Die einzige traurige Neuigkeit ist der Tod unseres alten Herkules. Nach vielen Dienstjahren als Polizeipferd konnte er bei uns aber noch genüßliche Weidesommer und liebevolle Betreuung erleben. An dieser Stelle ein besonderer Dank an die Tierpaten von Herkules.

Unsere siebenköpfige Rinderherde wird vom Ochsen Viktor angeführt, der dem Schlachthof entsprungen und mit viel Glück bei uns gelandet ist. Längst hat er sich integriert und ist ein angenehmer Boss, wenn es allerdings ums Fressen geht hat nach wie vor Flora das Sagen.

Die 32 Ziegen haben uns heuer eine Mordsarbeit bereitet, denn sie alle mußten geimpft werden. Wahrscheinlich haben Sie noch nie versucht, eine widerspenstige Ziege einzufangen, wir haben darin mittlerweile einige Übung. Die Böcke, allen voran Mike, haben sich derart wild aufgeführt, daß unser Tierpfleger sie schließlich mit dem Lasso einfangen mußte.

Zusätzlichen Arbeitsaufwand hat uns der Amtstierarzt bei den Schweinen eingebrockt. Wir mußten 26 Schweine „chippen“, die natürlich nicht im Traum daran dachten, sich bändigen zu lassen. Was für ein Segen, daß sich am Ende dieser schweißtreibenden Prozedur wenigstens die Hängebauchschweine sanft wie die Lämmchen in Reih und Glied zum Chippen anstellten.

Auch die 21 Schafe sind wohlauf und benehmen sich anständig, große Ausnahme waren unsere Ausbruchskaiserinnen Negra und Nera am Hendlberg, die jeden Weide­wechsel erfolgreich nutzten, um auszu­reißen.
Weil das Wieder­finden und Einfangen wirklich mühsam war, wurden die zwei nach Esternberg übersiedelt, wo wir eine eigene Weide und einen extra Stall für die Schafe eingerichtet haben. Dort können sie auch im Winter bleiben.

Das liebe Federvieh, Gänse, Enten und Hühner, hören unsere Besucher schon aus weiter Ferne. Die Gänse sind die lautesten in der Schar, sie wecken morgens sogar die Hähne, damit die nicht ihren Morgenschrei verschlafen. Nur wenn die Tiere auf der Wiese sitzen und schlafen, den Kopf unter dem Flügel verborgen, halten sie den Schnabel.

Auch unsere drei Hunde, etliche Katzen und Dutzende Kaninchen, die schon länger auf unseren Gnadenhöfen leben, sind putzmunter.

Was meckert da im Karton?

Es war keine Waschmaschine, die bei uns abgeliefert wurde. In der großen Schachtel schrie und klagte ein winziges schneeweißes Zicklein. So traurig hielt der kleine Lanzelot bei uns Einzug, das einsame Tierbaby war ein „Abfallprodukt“ der Ziegenmilchherstellung. Inzwischen sieht seine Welt viel besser aus, Ziege Molly hat Lanzelot als Ersatzmutter angenommen und beschützt ihn. Auch der schwarz­weiße Zwergziegenbock Moses, der herrenlos eingefangen und zu uns gebracht wurde, ist in unserer großen Ziegenherde schon gut integriert.

Ein tragisches Beispiel für verfehlte Tierliebe ist Julchen, ein extrem dickes Hängebauchschwein aus Wien, das völlig falsch gehalten und gefüttert wurde. Immer wieder landen diese Tiere, die als Kinderspielzeug oder Maskottchen angeschafft wurden, aber einfach keine Wohnungstiere sind, in Schlachthöfen. Julchen ist es besser ergangen, sie erholt sich bei artgerechter Diät und wird noch ohne ihre Artgenossen gehalten, damit sie von unserer Familie der Hängebauchschweine später schrittweise angenommen wird. Jetzt läuft sie mit den Ziegen und Eselin Paulina im Hof herum und kann sich erst einmal in Ruhe erholen.

Weitere Neulinge sind die zutrauliche Ziege Gisi aus Ungarn, der Wiener „Streunerhahn“ Gockel, der ausgediente Schafzuchtbock Carlos und das alte Ziegenpaar Murli und Josele, das bei uns seinen Lebens­abend verbringen darf.

Unsere „Außenstellen“ bei großzügigen Tierfreunden

Nicht alle Tiere, die Hilfe brauchen, können wir aufnehmen. Einmal wird die Harmonie einer Herde gefährdet, ein anderes Mal fehlt einfach der Platz. Immer aber helfen wir solchen Leider-nein-Tieren auf andere Weise, indem wir sie etwa mit Schutzverträgen, die ihr Wohl garantieren, gut unterbringen.

Die Eselinnen Rosel und Resel, die wir vom Schlachthof freigekauft haben, leben jetzt glücklich bei Hainburg. Die ausrangierten Milchkühe Zenzi und Maja sowie das einzigartige Zwitterkalb Moritz-Melissa aus dem Lechtal sind in Oberbayern liebevoll aufgenommen worden. Dazu kommen noch die vielen Dutzend Fohlen, die wir jedes Jahr freikaufen.
Wir danken allen Menschen, die Tiere von uns übernommen haben, ganz herzlich.

Danke Joni, Dani und Luna!

Die Nachricht war ein Schock für uns. So sehr ist uns unsere Tierpflegerfamilie ans Herz gewachsen und so großartig haben Joni, Dani und auch die kleine Luna die Tiere umsorgt. Aus familiären Gründen verlassen sie uns nun und ziehen nach Kreta. Sie gehen schweren Herzens und wir lassen sie schweren Herzens gehen, denn wir fühlen uns mit ihnen sehr verbunden. Schon in den „steilen“ Hendlberg-Wintern haben sie sich durch maximalen Einsatz ausgezeichnet, in Esternberg haben sie die wesentliche Aufbauarbeit ganz wunderbar gemeistert und dieses Unternehmen souverän durch die Anfänge getragen. Ohne sie wäre sehr vieles schlicht nicht möglich gewesen. Die Tiere werden sie sicher vermissen, wir vermissen sie schon jetzt. Joni und Dani brauchen sich aber um ihre Schützlinge keine Sorgen zu machen. Volker und Eva, die in den letzten Jahren ausgeholfen haben, übernehmen ihre Arbeit und werden sich gemeinsam mit Anita um die Tiere kümmern. Uns bleibt nur zu sagen, herzlichen Dank Joni, Dani und Luna, Ihr habt versprochen, uns zu besuchen, wir freuen uns schon darauf. Und viel Glück in Kreta!

 

Am Hendlberg und Esternberg leben derzeit (Stand Nov. 2008)

18 Pferde
8 Esel
7 Rinder
21 Schafe
32 Ziegen
26 Schweine und 8 Ferkel
110 Hühner
35 Enten
6 Gänse
70 Kaninchen
10 Meerschweinchen
3 Hunde
22 Katzen

Wenn nachts das Wildschwein kommt ...

Zugegeben, anfangs dachten wir, daß die nächtlichen Besuche eines Wildschweinebers in Esternberg vor allem dem Freßtrog galten. Bis wir erkennen mußten, daß es ihm um unsere Schweinedame Luschi ging. Schon lagen wir nächtens auf der Lauer, doch erst nach einigen Versuchen gelang es uns, den ungestümen Burschen zu narkotisieren und zu kastrieren. Luschi war da allerdings schon beglückt worden und warf schließlich zehn entzückende Ferkel, die Hälfte davon rosig wie die Mama, die anderen fünf gestreift wie der Keiler. Für Luschi und acht Ferkel wurde inzwischen ein weiteres Gehege gebaut, zwei Ferkel kamen an einen guten Dauerplatz.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Überzeugen Sie sich mit eigenen Augen vom Sinn Ihrer Spende. Ein Anruf genügt um einen Besuch zu vereinbaren. Für den Gnadenhof Esternberg in der Nähe von Passau rufen Sie bitte Anita (+43) 0676/400 09 40 an. Auch unseren Gnadenhof am Hendlberg in der Nähe von Wien können Sie besuchen. Rufen Sie einfach unser ANIMAL SPIRIT Büro (+43) 02774/29330 oder die dortigen Tierbetreuer Werner und Johanna (+43) 0676/705 93 63 an. Bei einem Rundgang können Sie die Tiere -kennenlernen und sich alles von uns zeigen lassen. Dafür benötigen wir Zeit, deshalb bitte unbedingt telefonisch anmelden.

Tierpate oder Tierpatin werden

Mit einer Tierpatenschaft übernehmen Sie gegen einen monatlichen Fixbetrag die Kosten für Futter, Betreuung und medizinische Versorgung eines bestimmten Tieres. Bei den größeren Tieren gibt es auch Teilpatenschaften, wir informieren Sie gerne. Liebe Eltern und Großeltern: Kinder, die kein eigenes Tier halten können, freuen sich über ein Patentier, das sie besuchen können und den Tieren ist sehr geholfen.

Bei Interesse bitte einfach in unserem ANIMAL SPIRIT Büro (+43) 02774/29330 anrufen.

Patenschaften:
Pferd/Rind: 70 EUR · Esel/Pony: 50 EUR · Schwein: 35 EUR · Schaf/Ziege: 25 EUR · Kaninchen: 8 EUR · Gans: 7 EUR · Ente: 6 EUR · Huhn: 5 EUR

 

Bitte spenden Sie jetzt!

Damit unsere 376 Schützlinge im Winter gut versorgt werden können und wir in Esternberg eine dringend benötigte größere Zisterne bauen können, bitten wir Sie um eine Spende. Ohne die Hilfe unserer treuen Freundinnen und Freunde geht es einfach nicht. Wir danken Ihnen ganz herzlich für Ihr Verständnis und Ihre Großzügigkeit.

 

Sie können ANIMAL SPIRIT online spenden, per e-Spende unter
www.oncharity.at/animal/main.asp

ANIMAL SPIRIT macht auch Tierschutz im Unterricht: www.tierschutzunterricht.at

 

A: P.S.K., BLZ 60000, Kto: 75.694.953,
BIC: OPSKATWW, IBAN: AT826000000075694953

D: Volksbank Freilassing, BLZ 71090000, Kto: 285943

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: https://www.oncharity.at/animal

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