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Maltesische Regierung erlaubt Frühlingsjagd

Quelle: Komitee gegen den Vogelmord, http://www.komitee.de/index.php?fruehlingsjagd2010

Heimkehrende Zugvögel dürfen entgegen EU-Recht geschossen werden !

Trotz internationaler Proteste hat die maltesische Regierung wieder die Jagd auf heimkehrende Zugvögel genehmigt. Vom 24. bis 30. April 2010 dürfen die Jäger Turteltauben und Wachteln schießen, obwohl die Europäische Vogelschutzrichtlinie die Frühlingsjagd klipp und klar unter-sagt. Doch es kommt noch besser: Malta wurde erst vor wenigen Monaten vor dem Europäischen Gerichtshof wegen der Genehmigung der Frühlingsjagd in den Jahren 2006 und 2007 verurteilt!

Im Unterschied zu der damaligen Jagd, die über 6 Wochen angedauert und bei der es keine Limitierung der Abschusszahlen gegeben hatte, hat die maltesische Regierung den Jägern aber dieses Mal hohe Auflagen auferlegt, u. a.:

  • zum Abschuß freigegeben sind 3.900 Wachteln und 3.600 Turteltauben

  • die Jäger müssen für 25 Euro eine spezielle Lizenz zur Frühlingsjagd erwerben

  • jeder Jäger darf pro Tag 2 Tiere schießen, maximal 3 pro Lizenz

  • Sonntag ist Jagdruhe

  • die Jagd ist nur in der Zeit von 2 Stunden vor Sonnenaufgang bis Mittag erlaubt

  • wenn das Limit der zum Abschuss freigegebenen Vögel vor dem 30.4. ausgeschöpft ist, endet die Jagd automatisch

  • wer gegen geltendes Recht verstößt, verliert nicht nur die Lizenz zur Frühlingsjagd, sondern auch den Jagdschein

Diese Beschränkungen sind zweifellos ein Fortschritt gegenüber den Jahren, in denen die Frühlingsjagd unlimitiert und über das gesamte Frühjahr stattfinden durfte. Die Jagd auf Vögel während ihres Heimzugs zu den Brutgebieten kann aber auch unter diesen Umständen nicht nachhaltig sein. Bei den Tieren, die im April in Europa eintreffen, handelt es sich um diejenigen, die die Wintermortalität überlebt haben. Jede einzelne der nun auf Malta zum Abschuß freigegebenen Turteltauben und Wachteln stellt ein Brutpaar dar, das nicht nisten kann und keine Nachkommen haben wird! Für die ohnehin geschwächten Populationen der beiden gefährdeten Arten keine gute Nachricht.

Doch damit nicht genug: Viele maltesische Jäger haben in der Vergangenheit gezeigt, daß sie nicht viel auf Gesetze und Verordnungen geben. Es steht deshalb zu befürchten, daß die Lizenznehmer weit mehr als die ihnen zugestandenen 3 Vögel schießen werden. Und überprüft werden können die hohen Auflagen auch nicht: Die sehr engagierte Umweltpolizei ist personell völlig unterbesetzt - ein Beamter ist für die Kontrolle von 1.000 Jägern zuständig!

Nicht zuletzt ist die Lizenz zur Jagd auf Wachteln und Turteltauben für manche Jäger nur ein Freifahrtschein zur Greifvogeljagd: Gerade Ende April, wenn die Jagd erlaubt sein wird, werden Tausende Wespenbussarde und Baumfalken über Malta ziehen. Ohne Frühlingsjagd wäre jeder Schuß eine Straftat - nun werden die zahlreichen Wilderer zwischen den "regulären" Jägern untertauchen. Dem Abschuß seltener Greigvögel ist damit Tür und Tor geöffnet.

HIER finden Sie Protestaktionen des Komitees gegen den Vogelmord.

Oder Protestbrief schreiben, direkt an die

Botschaft der Republik Malta
Opernring 3-5, A-1010 Wien
Telefon: (+43) 01-5865010-0, Fax: 01-58650109

 

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