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10. 02. 2009 - Mastgeflügel-Verordnung: Schwerer Rückschritt im TS, bitte um Proteste
 

Proteste gegen geplante Verschlechterung des Tierschutzgesetzes nehmen zu

Der neue "Tierschutz"- und Gesund-heits-Minister Alois Stöger hat als eine seiner ersten Amtshandlungen - neben der Exekution der sinnlosen und ersten österreichweiten Zwangs-impfung gegen die bislang nicht existente "Blauzungenkrankheit" bei Wiederkäuern - die massive Ver-schlechterung der Mastgeflügel-haltung in Angriff genommen. Dieses Wochenende gab es dagegen in Salz-burg bereits eine Kundgebung und heute haben auch die Grünen noch-mal eine Aussendung zum Thema ge-macht (s.u.).

Immerhin betrifft diese massive Verschlechterung der Haltungsbedingungen den quantitativ allergrößten Teil unserer "Nutztiere", nämlich jährlich mehr als 62 Millionen Masthühner und Puten! Diese Tiergruppe gehört - neben den armen Schweinen - soundso bereits jetzt zu den am meisten ausgebeuteten "Nutz"-Tieren für den exzessiven und gesundheitsschädlichen Fleisch-Konsum in unserer "Wohlstands"-Gesellschaft.

Wir ersuchen daher unsere Mitglieder und Newsletter-Empfänger, ein entsprechendes Protestschreiben an Gesundheitsminister Stöger zur richten (siehe Musterbrief ganz unten): alois.stoeger@bmg.gv.at, oder die zuständige Referentin: petra.lehner@bmg.gv.at .

Grüne: Tierschutzminister Stöger geht vor einer Handvoll Hühnerbaronen in die Knie

Aufstockung der Bestandsdichte bei Geflügel widerspricht dem Tierschutzgesetz

(OTS) - "Die geplante Erhöhung der Besatzdichten von Masthühnern von derzeit 30 Kilogramm auf 36 bzw. 38 kg pro Quadratmeter und bei Puten von derzeit 40 auf 58 Kilogramm pro Quadratmeter erhöht das Tierleid und ist entschieden abzulehnen", meint die Tierschutz- sprecherin der Grünen, Christiane Brunner. Im Vor-blatt des Verordnungsentwurfes werde vorgegaukelt, dass es zur Erhöhnung der Besatzdichte von Masthühnern "keine Alternative" gebe. "

Das ist unrichtig. Österreich wäre keineswegs dazu verpflichtet, die höheren österreichischen Standards aufzugeben, sondern hat die rechtliche Möglichkeit, bessere Standards beizubehalten", erläutert Brunner und weiter: "Einerseits will Österreich laut Regierungsprogramm zu einem EU-Kompetenzzentrum für Tierschutz in Europa werden, doch der erste 'Tierschutzakt' den der neue Minister setzt, ist eine Nivellierung nach unten".

In Österreich werden jährlich ca. 60 Millionen Masthühner und ca. 2 Millionen Truthühner gemästet. Gerade im Bereich Geflügelmast bestehen gravierende Tierschutzdefizite, die behoben werden müssen, fordert Brunner. Das Platzangebot spielt eine wesentliche Rolle für das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere. Bei den angestrebten hohen Besatzdichten bei Mastgeflügel ist das Wohlbefinden der Tiere schwer beeinträchtigt. Sie können ihre Bedürfnisse in keiner Weise befriedigen. Schwere gesundheitlichen Schäden und hohe Mortalitätsraten, die aus Profitgründen in Kauf genommen werden, sind die Folge.

"Die geplante Novelle muss vom Tisch, denn sie tritt das österreichische Tierschutzgesetz mit Füßen", so Brunner. Dort heißt es in den Paragrafen 13, und 16, dass das Platzangebot und die Bewegungsfreiheit den physiologischen und ethischen Bedürfnissen der Tiere angemessen sein muss. Die Bewegungsfreiheit darf nicht so eingeschränkt werden, dass dem Tier Schmerzen, Leiden oder Schäden zugefügt werden.

Rückfragehinweis: Die Grünen, Tel.: +43-1 40110-6697, presse@gruene.at
 

Bitte (ähnliches) Protestschreiben an den "Tierschutz"-Minister Stöger richten:
 

Sehr geehrter Herr Minister Stöger !

Mit Bestürzung habe ich den Entwurf zur Erhöhung der Besatzdichte in Hühner- und Puten-Mastställen (bei Hühnern um 30 %, bei Truthühnern gar um fast 50 % !) registriert. Unter diesen Bedingungen steht den Masthühnern weniger Platz zur Verfügung als früher den Legehennen in ihren - vor kurzem in Österreich endgültig verbotenen - herkömmlichen Käfigen. Sogar der wissenschaftliche Ausschuß für Tiergesundheit und Tierschutz in der EU berichtet davon, daß schon ab einer Besatzdichte von 25 kg/m2 signifikante Verschlechterungen bei der Tiergesundheit auftreten; werden gar die (derzeit gesetzlich erlaubten) 30 kg/m2 überschritten, steigt die Krankheitsanfälligkeit der in diesen Ställen gehaltenen Tiere signifikant, zum Beispiel nehmen hier schwere Fußballenentzündungen und hohe Todesraten noch zu!

Es ist schwer nachzuvollziehen, wie der Gesetzgeber hier versucht, eine derart eklatante Verschlechterung in der Nutztierhaltung herbeizuführen, die Regierung aber gleichzeitig immer wieder behauptet, Österreich besitze das beste Tierschutzgesetz Europas. Nun soll sich aber dieses "Tierschutz"-Gesetz - offenbar auf Druck der Hühner- und Fleischindustrie-Lobby - nicht an den besseren, sondern an den schlechtesten Bestimmungen der jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten orientieren - wozu aber Österreich in keinster Weise verpflichtet wäre! Dieser mehr als unverständliche Vorgang gereicht wieder einmal zum eklatanten Nachteil der völlig schutz- und wehrlosen Mitgeschöpfe.

Als gesundheits- und tierschutzbewußter Staatsbürger sehe ich es als meine Pflicht an, mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln gegen diesen Entwurf aufzutreten und bitte Sie daher, diesen - auch nach Ablauf der offiziellen Begutachtungsfrist - entsprechend zu überarbeiten und abzuändern. Ich nehme an, daß viele BürgerInnen, auch wenn sie Ihnen nicht extra schreiben, ebenso denken wie ich und es sollte tunlichst vermieden werden, entgegen dem deklarierten Willen der WählerInnen Ihrer (Regierungs-) Parteien eine Vorlage durchzudrücken, die dem humanen Gewissen widerspricht und deshalb auf massiven Widerstand stoßen muß.

Mit freundlichen Grüßen

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
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