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20. 03. 2009 - Naturschutzwoche auf Arche Noah II
 

Wer hat Frühlings-Lust und -Laune mitzumachen?

Wir bauen eine Benjeshecke!

Naturschutzwoche auf dem ANIMAL-SPIRIT-Gnadenhof in Esternberg in OÖ: Wir veranstalten ein "Workcamp" in der Karwoche, vom 6. bis 12. April 2009 in Oberösterreich, Bezirk Schärding, nahe Passau. Eine sinn-volle Alternative zum Osterurlaub: Wir wollen eine sog. Benjeshecke anlegen, Bäume pflanzen, natürliche Wild-schutzzäune errichten und einen Wasserlauf anlegen. Es wartet einige körperliche Arbeit im Grünen auf uns.

Ein Entgelt gibt es zwar nicht, dafür wird die Unterkunft (Zwei-/Dreibettzimmer) gestellt, inkl. vegetarischer Verpflegung, die wir gemeinsam zubereiten. Lohn der Mühen ist vielmehr die Dankbarkeit zahlloser Tiere und Pflanzen, denen wir mit unserem Werk neuen Lebensraum und Nahrung schenken.

Das Projekt

Landschaftsbelebung und Naturschutz mit Hecken und Bäumen:

Zone 1: Hecken;
Zone 2: Baumreihen;
Zone 3: Streuobstwiese.

Der Gnadenhof: Ein 20 ha großes Anwesen mit viel Wald und Wiesen auf ca. 500 m Höhe, direkt oberhalb der Donau, nahe Passau in idyllischer Umgebung. Dort leben - neben den vier BetreuerInnen - ca. 150 Tiere: Pferde, Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Esel, Enten, Gänse, Hühner und Katzen.

Info und Kontakt: Volker Dunz, Schacher 9, A-4092 Esternberg
 +43 (0)676 575 18 60, Email:
office@animal-spirit.at

 

Und was genau ist eine Benjeshecke?

Der Heckenbau beginnt zweck-mäßigerweise im Winter. Wir besorgen uns zunächst Unmengen Gestrüpp, das zu dieser Zeit leicht zu bekommen ist. Am besten geeignet ist für unsere Hecke Hartholz wie Eiche, Ahorn oder Kirsche, die nicht zu schnell ver-rotten. Das Material türmen wir zu einer 5-6 m breiten und 1,5 m hohen Gestrüppbarriere auf, wobei wir in der Mitte eine 70 cm breite Gasse für die spätere Bepflanzung lassen. Die erfolgt im zeitigen Frühjahr, sobald der Boden offen ist (März/April).

Alle 2 m werden Heckensträucher gesetzt. Die Pflanzgasse wird zum Schutz vor Rehen, z.B. alle 10 m, mit Gestrüpp geschlossen. Die Setzlinge werden damit sich selbst überlassen. Aber das günstige Kleinklima innerhalb der Gestrüppbarriere läßt sie gut gedeihen.

Nach 5 Jahren muß der erste Pflegeschnitt erfolgen. Dazu teilen wir unsere Hecke in 100 m lange Abschnitte ein (I, II, III, ...) und diese in 5 Abschnitte zu je 20 m (A, B, C, D und E). Dann wird in jedem Abschnitt A die ganze Hecke auf den Stock gesetzt (in 20 cm Höhe abgeschnitten). Das anfallende Schnittgut kann gleich wieder zum Anlegen einer neuen Gestrüppbarriere dienen, um den nun offenen Heckenabschnitt wieder dicht zu machen. Eine Bepflanzung erfolgt nicht mehr. Im nächsten Jahr werden die Abschnitte D auf den Stock gesetzt, dann B, E und im 5. Jahr schließlich Abschnitt C. Damit ist innerhalb von fünf Jahren die ganze Hecke radikal verjüngt worden, ohne daß ihre Funktion nennenswert beeinträchtigt wurde. Von dieser Pflege ausgenommen bleiben Gehölze, die man aus verschiedenen Gründen unter Schutz stellen möchte, wie z.B. Bäume oder Brombeeren.

Um möglichst viele Tierarten in die Hecken zu locken, schaffen wir die unterschiedlichsten Kleinbiotope: Wasserstellen, Totholzhaufen, Lesesteinhaufen, Komposthaufen, Baumgruppen, Buchten, 1 m breite Kräutersaumzone entlang der Hecke. Auch die Saumzone wird abschnittsweise durchgepflegt, sodass immer verschiedene Altersstufen an Kräutern und Stauden an der Hecke vorhanden sind. Wenn wir so vorgehen, erleben wir binnen weniger Jahre eine nie für möglich gehaltene Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, von denen nicht wenige auf der Roten Liste stehen. Darüber hinaus werden wir leckere Früchtchen und Wildkräuter ernten. Zweigholz können wir unseren Ziegen zum Knabbern geben. Die abgenagten Stücke bauen wir dann wieder in unsere Hecke ein.

So genial einfach das Prinzip der Benjeshecke auch ist, ohne Initialpflanzung und regelmäßiger Pflege geht es leider nicht. Wir müssen uns daher um Geld sowie um "Heckenpaten" kümmern, damit die Pflege dauerhaft und verläßlich gesichert ist.

Volker Dunz, Gnadenhof-Tierbetreuer und Benjeshecken-Organisator
+43 (0)676 575 18 60


P.S.: Unser Hängebauchschwein Arthur wird unsere Arbeit sicherlich wohlwollend betrachten, und freut sich vielleicht schon auf die schöne, duftende, schattenspendende und vor allem früchtetragende Hecke!!

 

Animal Spirit - Zentrum für Tiere in Not
Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
Online spenden: www.oncharity.at/animal

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