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Treffen der europ. Nutztierschutz-Koalition in Brüssel

ANIMAL SPIRIT ist soeben vom gestrigen Koordinationstreffen der „Europäischen Koalition für Nutztiere“ (ECFA) in Brüssel zu-rückgekehrt. Bei dem Treffen der zentraleuropäischen Mitglieds-organisationen dieser Koalition waren Vertreter aus England, Irland, Frankreich, Belgien, Hol-land, Deutschland und mit uns eben auch aus Österreich an-wesend, um gemeinsame Stra-tegien für die kommenden Jahre zur Verbesserung der großteils katastrophalen Bedingungen in der „Nutztier“-Haltung sowie bei Tiertransporten zu beraten.

So berichtete der Kampagnenleiter der größten englischen Nutztierschutz-Organisation, CIWF, daß weltweit jährlich 60 Milliarden Tiere (ohne Fische) nur für unseren Fleisch-, Milch- und Eierkonsum geschlachtet werden; das sind 5 Milliarden pro Monat, 165 Millionen/Tag und 115.000 fühlende Lebewesen in jeder Minute! Dabei ist längst bekannt, daß mittlerweile 18% der Treibhausemissionen durch die weltweit „produzierten" Nutztiere verursacht werden, mehr als durch den gesamten Verkehr. Bliebe die Steigerung des Konsums tierischer Produkte auf dem derzeitigen Stand, würden sich diese ohnehin schon exorbitanten Zahlen bis zum Jahr 2050 noch verdoppeln – was dieser Planet wohl nicht mehr verkraften würde; daher ist unsere Herausforderung für die nächsten Jahrzehnte, die weltweite Abschaffung der industriellen Tierhaltung zu erreichen.
 

Schwerpunkte: Hühner, Schweine, Kaninchen

Das Hauptaugenmerk will die Koalition in den nächsten Jahren auf die endgültige Abschaffung der grausamen Hühnerkäfig-haltung in der EU legen (so planen nämlich einige EU-Länder, wie z.B. Ungarn, Polen, Spanien, Frankreich oder Italien, das für 2012 vorgesehene Batterieverbot für Legehennen nach der Neu-Besetzung der EU-Kommission kommenden Herbst wieder zu unterwandern); auch die sog. "ausgestalteten" bzw. "Gruppen-Käfige", wie sie in vielen EU-Ländern praktiziert werden, stellen keine wirkliche Verbes-serung für die Hühner dar.

Weitere Schwerpunkte sind die Verbesserung der Masthühner-Haltung, wo die derzeitige Praxis bis zu 21 Hühner/m2 beträgt, sowie ein EU-weites Verbot der Käfighaltung von Kaninchen, die genauso grausam ist wie die berüchtigten Hühnerbatterien, nur viel weniger bekannt! Und in der extrem intensiven Schweinehaltung leiden EU-weit Zig-Millionen Tiere lebenslang in körperengen Kastenständen, wo gerade Aufstehen und Niederlegen möglich ist, auf Beton- oder Metall-Spaltenböden ohne jegliche Einstreu bzw. durch die immer noch legalen, archaischen Kastration ohne Narkose.
 

Wann ist endlich Schluß mit den tagelangen Horror-Tiertransporten?

Bei den derzeit gängigen tage-langen Tiertransporten hat sich zwar durch den Wegfall der EU-Subventionen für "Schlachttiere" eine leichte Verbesserung er-geben, aber noch immer sind Transporte mit Zeiten bis zu 29 Stunden (Rinder) bzw. 24 Stun-den (Pferde und Schweine) in einem Stück erlaubt, welche dann auch noch - nach einer theoretischen Versorgungs-Pause - beliebig oft wiederholt werden dürfen! Auch die vorgeschrie-benen Pausen werden ohnehin so gut wie nie eingehalten, weil fast jegliche Kontrolle fehlt.

Hier fordern wir mit der ECFA zum wiederholten Mal eine absolute Beschränkung auf max. 8 Stunden Transportzeit, also ohne Verlängerung!

Das würde endlich die tagelangen Transporte quer durch die ganze EU und sogar bis nach Nordafrika unterbinden.

All die Forderungen der Nutztierschützer muten oft wie der berühmte "Kampf gegen Windmühlen" an, aber diese Tagung hat wieder einmal gezeigt, daß man doch - wenn auch nur in sehr kleinen Schritten - immer wieder etwas erreichen kann, wenn man nur gemeinsam kämpft.

Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann ANIMAL SPIRIT

 

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