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Landwirtschaftsminister Berlakovich hat keine Zeit für Anliegen der Bevölkerung!

APA-OTS: Annahme von 3000 Unterschriften zur "Abschaffung der Fohlenzucht für den Schlachter und gegen Langstrecken-Pferde-transporte" verweigert.

Österreichs Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich hat dieser Tage eine steuergeldfinanzierte Anzeigenserie in Österreichs Tageszeitungen laufen. Tenor: Österreich ist ein einziger Bio-Bauernhof, in dem es praktisch keine Agrarindustrie und Massentierhaltung gibt. Tatsache ist jedoch, daß in Österreich 2,2 Mrd. (!) Euro unserer Steuergelder pro Jahr an Förderungen für die Landwirtschaft ausgeschüttet werden, die zum größten Teil die um-weltschädliche und tierausbeuterische Agrarindustrie unterstützen.


Niki Berlakovich läßt sich (uns) sein Image einiges kosten

So mußten allein in den letzten zehn Jahren mehr als 30.000 v. a. Klein- und Mittel-Betriebe zusperren; und über 50 % der Förderungen gehen an nur 14 Prozent der Betriebe. Die Bio- und Bergbauernbetriebe sind somit die Verlierer dieses Agrarsystems, obwohl diese noch am meisten zum Umweltschutz und zur artgerechteren Tierhaltung beitragen. Auch werden weiterhin Exportsubventionen an oft skrupellose Viehhändler ausgezahlt - Schlachttiere getarnt als "Nutzvieh-transporte" -, welche Zigtausende Tiere auf schrecklichen Langzeittransporten quer durch Europa und bis nach Afrika karren.

 

Steuergelder für Kinderbuch-Klischee "Bauernhof-Idylle" und für Agrarindustrie-Betriebe

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT: "Der ÖVP-Landwirtschaftsminister und seine Agrarindustrie-Lobby bedient also mittels unserer Steuer-Euronen das Kinderbuch-Klischee der "glücklichen Bauernhof-Idylle", be-günstigt aber gleichzeitig durch seine (EU-diktierte) Agrarpolitik nach wie vor die Industrialisierung und Intensi-vierung der Landwirtschaft nach dem Prinzip 'Wachsen oder Weichen'."

Seit Jahren kämpft die Tierschutz-Organisation ANIMAL SPIRIT - gemeinsam mit Partner-Vereinen - auch gegen die "Fohlenzucht für den Schlachter", v.a. der Rassen Haflinger und Noriker, die ebenfalls mittels unserer Steuergelder gefördert wird (Deckprämien der Zuchtverbände, AMA-Förderungen, etc.).


Fohlenmarkt Maishofen: Brutale Verladungen für Italien

Jeden Herbst werden unzählige dieser armen Tierkinder - bei Hengstfohlen zwischen 80 und 90 % - oft viel zu früh ihren Müttern entrissen, auf Fohlenauktionen gezerrt, brutal in übervolle Viehtransporter gestopft und Hunderte Kilometer in italienische Mastfabriken oder Schlachthöfe gekarrt. Wir haben dazu vor 6 Wochen eine Online-Petition gestartet, die in kurzer Zeit von über 3000 Personen unterzeichnet wurde. Am Ende dieser "Schlachtfohlen-Saison" wollten wir die Unterschriften an den zuständigen Landwirtschaftsminister übergeben, was dieser nun jedoch "aus terminlichen Gründen" abgelehnt hat. Zudem betreibt Niki Berlakovich auch hier Realitätsverweigerung, indem er durch einen Ministerialrat ausrichten läßt, daß es in Österreich nur Zuchtpferde und "keine Erzeugung von Schlachtfohlen" gäbe.  

 

Letzte Fohlenauktion kommenden Mittwoch in Maishofen

Kommenden Mittwoch, den 27.10.2010, findet die letzte große "Schlachtfohlen"-Versteigerung der heurigen Saison in Maishofen (Salzburg) statt. Fast 300 Noriker- und Haflinger-Fohlen sowie -Pferde sind wieder angemeldet! Sämtliche Tierkinder, die nicht von Privaten oder Tierschützern aufgekauft werden, gehen auch diesmal wieder nach Italien für die Gaumen der italie-nischen "Gourmets". Einen derartigen Fohlen-Transport des Viehhändlers Franz Bruckner aus Neumarkt/Ybbs haben wir vor einem Monat nach Italien verfolgt, wo sie zunächst in einer Mastfabrik mit - hierzulande verbotener - Anbindehaltung gelandet sind.


ANIMAL SPIRIT ist seit 8 Jahren präsent

ANIMAL SPIRIT wird auch bei der Auktion am kommenden Mittwoch wieder mit Infostand, Transparenten und Videofilmen über den langen und brutalen Weg der Fohlen in italienische Schlachthäuser vertreten sein. Die wichtigsten drei Forderungen aus unserer Petition, die noch online unterschrieben werden kann, sind:

* Keine Pferdezucht für das Schlachthaus!
* Stopp den Langstrecken-Pferdetransporten!
* Abschaffung der Förderungen für die jährliche "Fohlen-Produktion".

Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann, office@animal-spirit.at

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Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
Web: www.animal-spirit.at
Spendenkonto: PSK 75.694.953, BLZ 60000
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