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"Stopp der Fohlenzucht für den Schlachthof!"

Heutige APA-OTS-Aussendung:
Morgen Übergabe von ca. 5000 Unterschriften an Landwirtschafts-minister Berlakovich

Wie jedes Jahr wurden auch heuer wieder einige Tausende "Schlacht-fohlen" von Österreich oder Süd-Deutschland nach Italien gekarrt, weil sie keinen privaten Abnehmer fanden, der sie als Freizeit- oder Wirtschafts-pferd einsetzen würde. Noch immer glauben einzelne ZüchterInnen, mit der jährlichen Deckung der Stuten dieser Rassen das große Geld machen zu können; angespornt dazu werden sie u. a. durch Deckprämien der Zuchtverbände, durch die EU- und AMA-Förderungen und die unver-hohlene Propaganda einzelner Ver-bands-Funktionäre, mehr Fohlen-fleisch zu „produzieren“ bzw. zu essen.

Dazu Tierarzt Dr. Franz-Joseph Plank von ANIMAL SPIRIT: „Schon seit Jahren blüht dieses lukrative Geschäft vor allem mit Norikern und Haflingern. In keiner anderen Pferdezucht werden - unter dem Deckmantel Zucht - so viele gesunde Fohlen für den Schlachter produziert. Traditionsgemäß werden die Stuten jedes Jahr gedeckt, denn es gibt bis heute keine Zuchtbeschränkung. Dadurch landen Fohlen in einem Alter von drei (!) bis sechs Monaten auf Pferdeauktionen an verschiedenen Orten Österreichs. Die Hoffnung vieler Züchter liegt darin, Fohlen zu produzieren, die den willkürlich festgesetzten Rassestandards entsprechen und daher manchmal Höchstpreise von bis zu 40.000,- Euro erzielen! Aber sämtliche Tiere, die nicht den Rassestandards entsprechen und keine private Käufer finden, werden im Herbst als „Ausschuß“ zu Fleisch und Wurstwaren verarbeitet.“

So landen noch immer zwischen 80 und 90 % dieser sinnlos "produzierten" Fohlen – v. a. die männlichen - nach einem Horrortransport über Hunderte Kilometer in italienischen Mastanlagen und anschließend auf den Tellern italienischer "Gourmets". Auktionen wie z. B. die Hengstfohlenversteigerungen in Maishofen zeigen, daß sich praktisch nur noch „Viehhändler“ die Preise untereinander ausmachen und diese daher teilweise schon im Keller sind. Und bei der letzten heurigen Versteigerung in Maishofen Ende Oktober waren wieder fast 300 Fohlen und Stuten zum Verkauf angemeldet!

Die direkten Gespräche zwischen Tierschutz-Organisationen und VertreterInnen der Zuchtverbände in den letzten Jahren haben zumindest ansatzweise Verbesserungen der Situation der Tiere auf den Fohlenmärkten gebracht, wie z. B. verstärkte Kontrollen, weniger "illegale" Pferdehändler und bessere Beobachtung des Gesundheitszustands der Tiere. Aber die jährlichen, nicht kleiner werdenden Fohlenzahlen lassen darauf schließen, daß die Züchterei "auf Teufel komm raus", großteils für das „Rösslfleisch“, nach wie vor gegeben ist. Fast 5000 UnterzeichnerInnen der ANIMAL SPIRIT-Petition „Stopp der Fohlenzucht für den Schlachter“ fordern daher den zuständigen Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich auf, diesem jährlichen Martyrium endlich ein Ende zu setzen. Wir werden ihm diese morgen Dienstag, den 7.12.2010 um 15:30 Uhr im "Lebens"-Ministerium, 1012 Wien, Stubenring 1, übergeben.

Die wichtigsten Forderungen der Petition sind:

  • Keine Pferdezucht für das Schlachthaus!

  • Stopp den Langstrecken-Pferdetransporten!

  • Verschärfung der Richtlinien für die Zucht der Haflinger und Noriker - im Sinne einer verantwortungsvollen und tierleidfreien Zucht (Verbot von Qualzuchten!) für den Freizeitpferdemarkt (als Reit-, Wagen-, Wander- und Wirtschafts-pferd)

  • Abschaffung der Förderung für die jährliche „Fohlen-Produktion“: jährliches Decken abschaffen, Mindestalter für das erste Decken: drei Jahre.

  • Artgerechte Haltungsbedingungen, artgerechte und artspezifische Aufzucht, bedarfsgerechte Fohlenfütterung, tierärztliche Kontrollen; Verbot der Einzelhaltung.

  • Während der Versteigerung: Altersbeschränkung (mindestens sechs Monate - teilweise sind zwei bis drei Monate „alte“ Fohlen gemeldet!), konsekutives Absetzen von der Mutter, Gewöhnung an Halfter, Anbinden, Transporter und Transport, sowie an Menschen; Wasser, Heu, Einstreu und ausreichendem Bewegungsfreiraum.

  • Rigorose Einhaltung der Tierschutzbestimmungen (kein Verkauf von kranken, nicht entwurmten oder verletzten Tieren, Versorgung mit Wasser und Futter, etc.).

Lukrativ ist dieses Geschäft auch durch die EU-Subventionen: Denn die Produktion von Norikern wird unter dem Deckmantel der „Förderung seltener Haustierrassen“ von der EU gefördert. „Da Fohlenfleisch beispielsweise in Italien als Delikatesse gilt und die EU den Bau von Schlachthöfen in strukturschwachen Regionen, wie in Süditalien, fördert, werden die Tiere auch dorthin transportiert“, weiß Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT. „Zum Teil sind die Fohlen verletzt und – da sie das erste Mal von ihrer Mutter getrennt werden – oft völlig verängstigt und dann noch stunden- oder tagelang zum Schlachter unterwegs. Und wie man auf Videoaufnahmen sehen kann, ist auch die Tötung der Tiere im Akkord ist grausam: Da der Bolzenschuß von den Hilfsarbeitern oft nicht exakt plaziert wird, erleben die Tiere ihr Ende teilweise noch bei vollem Bewußtsein!“

Rückfragehinweis: Dr. Franz-Joseph Plank, (+43) 0676-7082434

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Am Hendlberg 112, A-3053 Laaben
Tel: +43 (0) 2774/29 330
Email: office@animal-spirit.at
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