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28. 02. 2012 - Thailand: Grausamer "Rassehunde"-Markt entdeckt
 

Chiang Mai, Nord-Thailand: Täglicher Käfig-Horror für Profit und menschliche Eitelkeit

Der „Rasse“-Hundemarkt von Chiang Mai: Nach einem Notruf einer lokalen Tierschützerin und einem Bericht in der Zeitung, fahren Karin Hawelka, Mitbegründerin der Tierschutzorgani-sation "Care for Dogs" (CfD) und Dr. Franz-Joseph Plank, Obmann von ANIMAL SPIRIT selbst dorthin, um sich ein Bild zu machen. Man sieht hier zwar keine ausgemergelten, schmutzigen und manchmal kranken Streuner-Mischlinge, die fast überall das Straßenbild von Thailand prägen (und für die sich CfD seit 6 Jahren einsetzt), dafür aber jede Menge Modehunde für Thailands neue Mittelklasse: Pudel, Pekinesen, York-shire, Bullterrier, Shitzus, Beagles, bis hin zu Golden Retrievers, Huskys und sogar Schäferhunden.


Kein Verständnis für die Tiere, nur der Profit zählt

Die meisten sind Welpen - geschätzte mindestens 100 am ganzen Markt -, deren Alter uns einheitlich mit „45 Tagen“ angegeben wird, egal wie groß sie sind. Das schlimmste an diesem Tier-Markt: die Herz- und Gedankenlosigkeit der Tierhändler („Seelenverkäufer“): Auf die Frage, warum die Tiere denn bei dieser Hitze nicht einmal Trinkwasser hätten, kam die Antwort, dann würden sie Durchfall bekommen… Daß der allerdings andere Ursachen (Infektionen, Parasiten, mangelnde Hygiene, fehlende Impfungen, Streß, falsche Fütterung, etc.) haben könnte, wollen diese Leute gar nicht wissen.

 

Unverkäufliche Tiere werden einfach "entsorgt"

Kranke oder unverkäufliche Tiere werden – dem Vernehmen mehrerer unabhängiger Beobachter nach – soundso kostengünstig „entsorgt“: Durch Einsperren im Käfig und anschließendem Ertränken oder - noch einfacher – durch Einschnüren in einen Plastiksack und ab in die Mülltonne (das hat uns ein lokaler Tierarzt berichtet)! Vielleicht landen die unverkäuflichen aber auch auf einem der Hunde-Fleischmärkte oder auf einem der berüchtigten Hunde-transporte in die benachbarten Länder Laos, Kambodscha oder Vietnam, wo Hundefleisch noch beliebter ist als in Thailand ... (siehe Spiegel-Online "Zur Delikatesse verdammt").


Hundemarkt: Welpen in praller Sonne ohne Wasser

Aber selbst die einfachsten Dinge werden auf diesem "Rassehunde-Markt" nicht beachtet, z. B. die armen Wollknäuel wenigstens von der prallen Sonne in den Schatten zu stellen, eine „Arbeit“ von ca. 3 Sekunden. In den weiter hinten gelegenen „Geschäften“ sind die Käfige noch kleiner, bzw. die Hunde darin größer: Huskys (ursprünglich gezüchtet für arktisches Klima und extrem viel Bewegung), Golden Retriever (besonders freundliche Familien- oder Blindenhunde) oder sogar deutsche Schäferhunde, die natürlich in diesen gerade körpergroßen Käfigen extrem aggressiv werden - beabsichtigt, um gewisse Käufergruppen anzusprechen?

 

Körpergroße Käfige, oft lebenslang ...

Besonders schockiert hat uns zum Schluß noch eine Huskyhündin, eingepfercht in einem winzigen dunklen Käfig, die sich dauernd nur noch neurotisch im Kreis gedreht hat – wie der berühmte Panther im Zoo. Sollten wir wenigstens sie freikaufen, um ihr ein hundegemäßes Leben in Freiheit zu ermöglichen - oder kurbeln wir damit nur dieses schmutzige Geschäft weiter an?

Was kann man angesichts dieses „routinemäßigen“ Elends machen? Gesetze, die so etwas verbieten würden, gibt es so gut wie keine hier. Thailand soll weltweit sogar ein Land mit den schlechtesten (bis gar keinen) Tierschutzbestimmungen sein.


Panische Husky-Hündin in körpergroßem Käfig

Und die „Veterinärbehörden“, die das ja seit Jahren kennen müßten, tun entweder nichts (kennen wir das nicht von irgendwo her?) oder werden entsprechend fürs Wegschauen geschmiert …

 

Was tun, angesichts des vielen Elends?

In einer lokalen Zeitung ist erst kürzlich ein Bericht über diesen Markt gestanden, geändert hat sich offensichtlich nichts. Und auf unser Schreiben vor 4 Jahren bezüglich der Hundehaltung und -Transporte hat das offizielle Thailand nicht einmal reagiert ...

Wir - Care for Dogs und ANIMAL SPIRIT - werden aber in dieser Sache nicht locker lassen und als erstes die zuständige Veterinärbehörde ein-schalten und von den schlimmen Zuständen informieren; zudem werden wir demnächst eine ent-sprechende Petition lancieren (in einem unserer nächsten Newsletter). Auch wenn die Hoffnung auf Änderung nicht allzu groß erscheint, möchten wir alles in unseren Kräften liegende versuchen, um diese unhaltbaren Zustände zu verbessern.


Wer bitte holt mich hier endlich raus?

Dr. Franz-Joseph Plank

 

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