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Das bedrohte Wal-Moratorium: Online-Protest

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http://www.avaaz.org/de/whales_72hrs_left/?cl=623981034&v=6666

Die deutsche Wildtierschutz-Organi-sation "Pro Wildlife" hat einen Online-Protest an die spanische EU-Ratspräsidentschaft ins Netz gestellt: "Auf der Tagung der Internationalen Walfangkommission (IWC, 21.-25. Juni 2010 in Marokko) soll ein fataler Kompromiß diskutiert werden. Die vorgeschlagene Vereinbarung würde die drei größten Erfolge im Walschutz der letzten Jahrzehnte zunichte machen: Das seit 1986 geltende kommerzielle Walfangverbot würde aufgehoben. Ausgerechnet im Antarktisschutzgebiet sollen Fang-quoten genehmigt werden.

Und die Vereinbarung könnte das Ende des internationalen Handelsverbotes für Wale bedeuten.

Der geplante „Kompromiß“ soll ausgerechnet die Länder belohnen, die seit vielen Jahren den Walschutz unterwandern und die internationale Staatengemeinschaft mit immer höheren Fangquoten und die Jagd auf immer neue Walarten provozieren: Japan, Island und Norwegen..."
 

Agadir, Marokko: Schmiergelder und Prostituierte

Pünktlich zum Tagungsbeginn gab es in Agadir einen Paukenschlag: Der IWC-Vor-sitzende Anthony Liverpool aus Antigua und Barbuda steht unter Korruptionsverdacht. Wie englische Reporter enthüllten, werden all seine Spesen von Japan bezahlt. Trotz-dem soll Liverpool die Verhandlungen weiter leiten. Als Vorsitzender hat Liverpool maßgeblichen Einfluß auf den Inhalt des Deals. Bereits vor einigen Tagen hatte ein anderer Artikel der Sunday Times  aufge-deckt, wie Japan sich die Stimmen von Entwicklungsländern erkauft: Schmiergeld und Prostituierte – diese schmutzigen Praktiken der Walfänger sind seit langem bekannt, konnten aber selten so deutlich enthüllt werden.

Als wäre nichts gewesen, eröffnete dennoch heute der Vorsitzende die 62. Jahrestagung der IWC. Kein Wort zu den Bestechungsvorwürfen gegen ihn – im Gegenteil, man gratulierte ihm zu seinen Bemühungen um den geplanten Kompromiß.
 

Hohe Fangquote für stark gefährdete Arten befürchtet

Der immer größer werdende Druck von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace oder Sea Shepherd war hauptsächlich verantwortlich dafür, daß die IWC 1986 dieses Moratorium für den kommerziellen Walfang beschlossen hat. Aber diese symbolträchtigste Errungenschaft für den Artenschutz steht nun zur Disposition.

Bei der heute beginnenden Jahrestagung der IWC, in der sich Walfang-Gegner und -Befürworter seit Jahrzehnten unversöhnlich gegenüber sitzen, soll nämlich ein Kompromißpapier verhandelt werden, das Japan, Island und Norwegen zehn Jahre lang wieder die Jagd erlaubt!

Bis zu 1400 Tiere, darunter auch eine gewisse Anzahl der stark bedrohten Finn- und Buckelwale, sollen danach wieder zum Abschuß freigegeben werden. Auch die Öffnung eines bestehenden Walschutzgebiets im Südpolarmeer sieht der Vorschlag vor. Im Gegenzug soll der Handel mit Walfleisch verboten bleiben.

Seit Beginn des Moratoriums haben Walfänger zudem schon rund 33.000 Großwale erlegt. Japan hing der Jagd dabei das Deckmäntelchen des "wissenschaftlichen Walfangs" um, ohne jemals den von der IWC geforderten Nachweis über neue Erkenntnisse zu bringen. Norwegen und Island fühlten sich nicht unbedingt an das Fangverbot gebunden, nutzen Schlupflöcher und machten über die Jahre hinweg immer wieder umstrittene Sonderrechte geltend.
 

EU im Zwiespalt

Tierschutz-Organisation wie Pro Wildlife oder WDCS kritisieren nicht nur, daß der Kompromißvorschlag mit seinen Quoten für die besonders bedrohten Finn- und Buckelwale eine drastische Erhöhung im Vergleich zu den derzeitigen Fangzahlen bedeuten würde. Sie fürchten vor allem, daß sich das Moratorium nach seiner zehnjährigen Aussetzung nicht mehr wieder installieren läßt und auch andere Länder über kurz oder lang in den Walfang drängen.

Welchen Ausgang das Treffen in Agadir letztlich nehmen wird, dürfte aber vor allem von den EU-Staaten abhängen. Dänemark, das der Walfangnation Island die Stange hält, und Schweden sind mit dem Kompromißvorschlag einverstanden. Großbritannien, Deutschland, Belgien und auch Österreich sind dagegen. Einigt sich die EU nicht, müßten sich die Länder laut Informationen der "Süddeutschen Zeitung" an das Europarecht halten und womöglich auf ihre Stimmabgabe verzichten. Die Walfang-Befürworter würden sich damit durchsetzen.

Quelle: Wiener Zeitung

 

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